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29.07.1994

Nach SGI machen sich nun auch HP und IBM stark DV-Schwergewichte setzen auf VR fuer kommerzielle Zwecke

MUENCHEN (CW) - Die Technologie der Virtual Reality (VR) schickt sich an, das kuenstlerisch-innovative Experimentierstadium zu verlassen. Nachdem kuerzlich Silicon Graphics in England ein spezielles VR-Studio eingeweiht hat, kuendigen nun Hewlett-Packard und IBM die Aufruestung bestehender Rechner mit VR-Equipment an.

Das Know-how ueber VR konzentriert sich im Grossraum London, hier sitzen die massgeblichen Entwickler, hier kaufen Rechnerhersteller die entsprechenden Hard- und Softwaretechniken ein.

Juengstes Beispiel dafuer sind die Ankuendigungen der IBM Corp., die zukuenftig mit der Virtuality Plc. aus Leicester kooperieren will, sowie der Hewlett-Packard Corp., die mit der Division Group Plc. aus Bristol eine Vereinbarung geschlossen hat.

IBM plant, die Valuepoint-Rechner mit Einsteckkarten und Software von Virtuality auszustatten und so eine kostenguenstige Loesung fuer VR-Entwickler anzubieten. Das 1988 gegruendete britische Unternehmen machte sich bislang einen Namen als Entwickler von VR- Spielen. Wie der englische Branchendienst "Computergram" meldet, will IBM die Valuepoint-PCs mit dem V-Space-Toolkit fuer die Anwendungsentwicklung, dem Betriebssystem

V-PC, VR-PC- Beschleunigerkarten und dem Visette-2-Display im Datenhelm ausruesten.

Entsprechend veredelte Systeme werden beide Unternehmen Ende des Monats an ihrem Gemeinschaftsstand auf der Siggraph-Messe in Orlando, Florida vorfuehren. Anwendern sollen noch in diesem Jahr die speziellen Valuepoint-PCs angeboten werden, Preise waren nicht zu erfahren. Als Einsatzbereiche nennt IBM die Medizin-, Automobil- und Flugzeugtechnik sowie Simulationen in der Architektur. Die jeweiligen VR-Applikationen sollen sich zudem in bestehende Programme einfuegen lassen.

Der IBM-Konkurrent Hewlett-Packard setzt bei der VR-Software ebenfalls auf eine englische Firma: Die Amerikaner kooperieren mit der Division Group Plc., deren Programme bereits auf Workstations von Silicon Graphics und IBMs RS/6000 laufen.

Die Amerikaner wollen die VR-Programme und Simulationsumgebungen Dvs und Dvise von Division auf den HP9000-Workstations der Serie 700 verfuegbar machen. Bereits angepasst wurde der VR- Hardwarebeschleuniger Provision 10, der in die Modelle 715 und 735 passt.

Innerhalb eines Jahres moechten beide Firmen eine komplette VR- Workstation zum Preis von rund 36 000 Dollar auf den Markt bringen. Division wird dafuer auch als VAR auftreten und zusaetzlich zur Hardware spezielle VR-Software fuer CAD, Architekturanwendungen, Ingenieurwesen, Konstruktionsaufgaben und Medizinanwendungen anbieten.

Darueber hinaus vereinbarten beide Unternehmen, Hochleistungs- Grafikprodukte fuer die PA-RISC-Architektur zu entwikkeln, die auf der Pixel-Flow-Technik der Universitaet von Nord-Carolina basiert.