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14.11.1975

Nach zwei Release-Umstellungen rentabel

Aber in einigen Fällen geht das. Man kann etwa die Maschinenzeit messen, die man bei einer Release-Umstellung früher gebraucht hat, und wenn jetzt die ganzen Quellenprogramme maschinell verwaltet und von da aus die Umwandlung aller Programme vorgenommen wird, dann läßt sich ermitteln, welche Zeit das in Anspruch nimmt. Genau in diesem Fall haben wir festgestellt, daß sich nach ein bis zwei Release-Umstellungen und entsprechenden Umwandlungen der Aufwand für die Software-Tools schon gelohnt hat. Nun zu den Kosten. Dabei darf nicht übersehen werden, daß die Einführungs- und Schulungskosten, die aufgewendet werden müssen, um das intern richtig einzusetzen, höher sind als die eigentlichen Kauf- oder Lizenzkosten für die Software, wenn man das einmal zusammenrechnet.

15 Prozent Auswahlkosten

Und auch die Auswahlkosten sind ja nicht unerheblich. Es soll ja vorkommen, daß mehr für den Entscheidungsprozeß ausgegeben wird, als das Software-Produkt kostet. In unserem Hause darf ein Prozentsatz von 15 bis 20 Prozent, der für die Entscheidungsfindung aufgewendet wird, nicht überschritten werden. Bei Konfigurationen ab einer bestimmten Größenordnung - wir haben eine IBM 370/135 mit 256 K eingesetzt - ist der Einsatz von Software-Werkzeugen, die einen effizienten Rechenzentrums-Betrieb gewährleisten, unerläßlich. Eigentlich bleibt nur die Wahl, entweder mit sehr viel Hardware zu fahren oder mit weniger Hardware und dafür mehr Software. Es kann also von einem Substitutionseffekt gesprochen werden, in der Weise, daß sich durch den Einsatz der erwähnten Software-Tools eine höhere Maschinenauslastung und ein besserer Throughput erzielen lassen. Dadurch können Erweiterungen bei der Hardware entweder ganz vermieden oder doch zumindest verschoben werden, was in der heutigen Zeit, die durch den Zwang zu Kosteneinsparungen gekennzeichnet ist, von enormer Wichtigkeit ist.

*Dr. Reinhold Fischer ist Leiter Org. u. DV der Jagenberg-Werke AG, Düsseldorf