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23.10.1987 - 

Western Digital läßt möglicher Rechtsstreit mit IBM kalt:

Nachbau der PS/2-Systeme kann beginne

IRVINE (CWN) - Die wichtigsten Komponenten für den Nachbau des IBM PS/2 und der Mikrokanal-Architektur hat die Western Digital Corp. jetzt vorgestellt. Es handelt sich um die Kernlogik, das Disketten-Interface und die I/O-Chips, von denen das Unternehmen erste Muster Anfang 1988 zur Verfügung stellen will.

Western Digital scheint bei all dem keine Angst vor einem möglichen Rechtsstreit mit IBM zu haben. Mitarbeiter des Unternehmens sind von ihrer legalen Vorgehensweise überzeugt. Allerdings ist Big Blue für seine harte Vorgehensweise bekannt, und immerhin hat IBM wiederholt darauf hingewiesen, sie werde die Geheimnisse der PS/2-Systeme hüten.

Ein Analyst des Marktforschungsunternehmens Gartner Group sagte gegenüber dem Wall Street Journal, die Clone-Produzenten, die das Chipset von Western Digital verwenden würden, seien IBM gegenüber mißtrauisch, auch wenn Western Digital sich zuversichtlich gibt. Mehrere Anbieter, mit denen die Marktforscher gesprochen hatten, sind überzeugt davon, daß IBM mit dem Unternehmen einen Prozeß anfangen wird, das als erstes einen Clone auf den Markt bringt. Sie hoffen alle, so der Analyst, daß ein anderer den ersten Schritt macht.

Kombiniert man diese Chips mit einem Chip für die VGA-Farb-Kompatibilität, einem 80286 und einem

PS/2-kompatiblen Bios, entstünden "Clones" der PS/2-Modelle 50 oder 60, erklärte William Frank, Vice President und General Manager des Unternehmensbereichs Strategic Products Unit. Die Clones, die bis Mitte des nächsten Jahres in den Regalen der Händler stehen sollen, würden dabei nur soviel kosten wie ein Hochleistungs-AT-Kompatibler.

Das Chipset 5400 ist nach den Worten von Collier Buffington, General Manager der Western-Digital-Tochter Faraday Electronics, registerkompatibel mit der Mikrokanal-Architektur, wegen der das Unternehmen derzeit mit IBM in Lizenzverhandlungen stehe. Faraday entwickelt ein PS/2-kompatibles Bios.

Angekündigt wurden ferner ein Logik-Chip sowie integrierte Schaltkreise für die Ein- und Ausgabe und den Diskettencontroller, mit denen sich die Modelle 25 und 30 der /2-Serie nachbauen lassen.

Wie die bundesdeutsche Tochter mitteilte, werden die Chipsets für den Nachbau der /2-Modelle 50 und 60 ab Januar in großen Stückzahlen ausgeliefert. Das Chipset für die Modelle 25 und 30 sei hierzulande bereits in kleinen Mengen lieferbar, und auch die Adapterkarten seien verfügbar.

Außer Western Digital sind noch Chips & Technologies sowie Phoenix Technologies mit dem Nachbau des Mikrokanals beschäftigt und wollen entsprechende Komponenten in den nächsten Monaten herausbringen.