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14.01.1994

Nachfrage kommt vor allem aus dem kommerziellen Bereich Reissender Absatz fuehrt bei IBMs Power-PC-System zu Wartezeiten

MUENCHEN (CW) - Nicht nur am Unix-Expo-Stand draengten sich in New York im September 1993 die Interessenten, die Hand an die erstmals der Oeffentlichkeit praesentierten Power-PC-Systeme der IBM legen wollten. Jetzt quellen auch die Auftragsbuecher von Big Blue ueber - mehr als es dem blauen Riesen vielleicht lieb sein kann.

Offensichtlich ist die Nachfrage nach den mit der ersten Generation von Power-PC-CPUs ausgeruesteten Rechnern so gross, dass IBM mit der Auslieferung nicht mehr nachkommt und Anwender Wartezeiten von mittlerweile bis zu 13 Wochen in Kauf nehmen muessen. Big Blue selbst konzedierte zwar, dass die hohe Bestellfrequenz die normalerweise uebliche Lieferzeit um fuenf bis zehn Tagen verlaengert habe. Allerdings machten die Armonker keine Angaben dazu, was sie unter normaler Lieferzeit verstehen. Interessant in diesem Zusammenhang ist vor allem die Aussage des US-amerikanischen Wiederverkaeufers Bob Balaban von Inacom. Er konnte differenzierte Angaben zum Kaeuferspektrum von Power-PC- Systemen machen. Danach "betaetigt sich eine Mehrheit der Kaufinteressenten in kommerziellen Umfeldern". Dazu wuerden Leute gehoeren, die momentan Netzwerke unterhalten und einerseits Applikations- oder Datenbank-Server brauchen, andererseits aber mit ihren bisherigen Maschinen auf Basis der Rechenleistung von 486-Prozessoren nicht zufrieden sind. "Die schauen sich", so Balaban, "jetzt nach mehr Pferdestaerken um."

Die Nachfrage scheint auch nicht durch die Tatsache gehemmt, dass die Power-PC-Hardware noch der Power-Open-Software ermangelt sowie der Befaehigung, simultan verschiedene Betriebssysteme zu bedienen. Dem steht als Vorteil entgegen, dass auf IBMs neuer RISC-Plattform bereits so prominente Datenbankprodukte wie von Sybase oder Oracle, und Big Blues DB2-Angebot vorgehalten werden.

IBM hat sich auch nicht zur Menge der bislang verkauften Power-PC- Rechner geaeussert. Kenner, die mit den Prozessor- Produktionskapazitaeten der Armonker vertraut sind, gehen davon aus, dass bis jetzt nur einige tausend CPUs vom Band gelaufen sein duerften. Sie vertreten ferner die Meinung, dass die IBM ihre Produktionsressourcen fuer den RISC-Chip fruehestens zum Ende des ersten Jahresviertels voll ausschoepfen koenne. Dies fiele mit dem Zeitpunkt zusammen, zu dem auch Apple mit ersten Power-PC- Macintosh-Systemen auf den Markt kommen will.