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12.03.1999

Nachgefragt

Interview mit Jürgen Richter, Geschäftsführer Baan Deutschland.

CW: Ist es nicht ein falsches Signal an Ihre Kunden, die Baan- World-Konferenzen abzusagen?

Richter: Wir streben zunächst einmal ein gutes erstes Quartal 1999 an. Gleichzeitig möchten wir die Kosten für die folgenden Quartale senken. Und Mammutveranstaltungen wie die Baan World sind halt sehr teuer.

CW: Angesichts der derzeitigen Situation wäre es aber angebracht, Kunden sowie Interessenten zu motivieren, also Flagge zu zeigen.

Richter: Die Absage der Baan World ist eine Vorstandsentscheidung. Nochmal, unser Ziel ist es zunächst, die Geschäftsergebnisse zu verbessern.

CW: Die Anwender wünschen sich aber positive Signale.

Richter: Das ist verständlich. Man muß sich jedoch die Frage stellen, welchen Nutzen solche Veranstaltungen für Anwender und Anbieter haben. Einer der Hauptgründe für solche Konferenzen ist sicher, die Baan-User zu motivieren. Aber es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, daß speziell die Teilnehmerzahl deutscher Unternehmen gering war. Anstelle der Großveranstaltungen werden wir eine Reihe regionaler Aktivitäten starten, mit denen wir Kunden und potentielle Käufer besser ereichen.

CW: Ihre Kunden spüren Verbesserungen hierzulande, vermissen aber eine weltweite Strategie.

Richter: Die grobe Strategie ist bekannt und heißt, wir konzentrieren uns mit speziellen Produkten auf ganz bestimmte Branchen. Zudem planen wir, den Servicebereich auszubauen. Weitere Details müssen aus der Konzernleitung kommen.

CW: Für Beratung und Service brauchen Sie aber Mitarbeiter, und die sind gerade entlassen worden.

Richter: Wir haben für Deutschland die Zusage vom Vorstand, unsere eigene Consulting-Mannschaft um 13 Mitarbeiter aufzustocken. Das sind fast acht Prozent und nur ein erster Schritt. Zusätzlich soll das Geschäft mit qualifizierten Partnern ausgebaut werden.

CW: Wird Baan aufgekauft, fusioniert oder ist geplant, sich von Unternehmensteilen zu trennen?

Richter: Das ist mir definitiv nicht bekannt.