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04.10.2002

Nachgefragt: Der Wissenstransfer ist schwer zu messen

Im nächsten Jahr will die Postbank Systems ein professionelles Bildungs-Controlling einführen. Stefanie von Gersdorff, Leiterin IT-Personalentwicklung, machte bereits bei der Postbank Data GmbH ihre Erfahrungen mit dem Thema.

CW: Warum wollen Sie Bildungs-Controlling einführen?

Von Gersdorff: Die Postbank Systems gibt jedes Jahr etwa sieben Millionen Euro für Weiterbildung aus. Da wollen wir wissen, ob das Geld sinnvoll angelegt ist.

CW: Was sind die größten Herausforderungen bei dem Thema?

Von Gersdorff: Am schwierigsten ist es, die Transferleistung zu messen. Was hat die Schulung gebracht und woran liegt es, dass erhoffte Ziele nicht erreicht wurden? Vor allem letztere Frage lässt sich nicht immer beantworten. Es muss nicht immer an der Schulung liegen. Auch organisatorische Rahmenbedingungen, politische Vorgaben oder kurzfristig angesetzte Projekte können verhindern, dass Mitarbeiter im Alltag die gewonnenen Erkenntnisse wirklich nutzen können. Es reicht nicht, die Informationen zu sammeln, man muss sie auch auswerten.

CW: Wie aufwändig darf das Controlling-Verfahren sein?

Von Gersdorff: Wir haben 1000 Mitarbeiter. Wenn sich bei dieser Unternehmensgröße ein Mitarbeiter das ganze Jahr mit dem Thema Bildungs-Controlling beschäftigen muss, ist das zu viel.

CW: Welche Elemente des Bildungs-Controllings setzen Sie schon ein?

Von Gersdorff: Wir machen einen Abgleich der Soll- und Ist-Qualifikationen der Mitarbeiter und ermitteln so in den Jahresgesprächen den Schulungsbedarf. Vor einem Jahr haben wir 15 Mitarbeiter-Competencies wie Fach-, Marktkenntnisse oder Flexibilität definiert und festgelegt, wer wie viel davon braucht. Ein Softwareentwickler etwa soll in Sachen Flexibilität die Stufe B erreichen. Wenn dies nicht der Fall ist, wird überlegt, wie sich diese Lücke schließen lässt. Zusätzlich beschließt der Vorstand in seinem Strategie-Workshop, welches Know-how wir im Unternehmen brauchen. Dementsprechend richten wir unsere Trainings aus: So wurden im vergangenen Jahr unsere BS2000-Spezialisten auf OS/390 umgeschult.