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22.09.2000 - 

Kommentar

Nachrichten aus der Provinz

Schwarzes Schaf hatte die CW vor einigen Wochen zum Thema Infomatec getitelt. Die Vermutung liegt nahe, dass dies noch eine vergleichsweise milde Umschreibung für diverse Praktiken der Skandal-Company war. Wer mehr wissen will, braucht sich nur diskret bei der Augsburger Staatsanwaltschaft nach weiteren Verdachtsmomenten erkundigen. Wenn Ad-hoc-Meldungen korrigiert werden müssen, Konsortialbanken sich Knall auf Fall zurückziehen, Hausbanken den Geldhahn zudrehen und erboste Aktionäre vor den Kadi ziehen, braucht dies ohnenhin nicht mehr kommentiert zu werden. Erst recht nicht die Chuzpe, Untersuchungen der Strafverfolgungsbehörden abzustreiten, die dann quasi anderntags seitens der Justiz bestätigt werden.

Die beiden Gründer Gerhard Harlos und Alexander Häfele, die beide jeweils noch rund 31 Prozent der Anteile halten, wollen nun bis Ende des Jahres ihren Vorstandssessel räumen. Ihren Platz im Unternehmen allerdings nicht. Viel Spaß kann man da dem neuen Vorstand bei die-sen Mehrheitsgesellschaftern nur wünschen. Ein überzeugender Neuanfang ist dies jedenfalls nicht. Jetzt wird das letzte Tafelsilber verschleudert, Mitarbeiter müssen gehen, Geschäftsbereiche (SAP), die gestern noch ach so strategisch waren, stehen plötzlich zur Disposition. Die "Nachrichten aus der Provinz" dürften deshalb so schnell nicht abreißen.gh