Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

03.04.1981 - 

Atophon AG präsentiert breites Communicationware-Spektrum:

Nachrichtentechnik mit Foxi und Multiwire

ZÜRICH/HANNOVER (je) - Das Devisenhandel-lnformationssystem "Foxi" ist eines der Produkte, das im Messeangebot des Züricher Nachrichtentechnikspezialisten Autophon AG einen besonderen Rang einnimmt. Andere von den Schweizern in Hannover gezeigte Produkte sind beispielsweise die "Multiwire"-Technik - ein neuartiges Leiterplatten-Herstellungsverfahren - und das System 820 für die Fernverwaltung und Fernüberwachung von Telefonnetzen.

"Kommunikationssysteme a la carte" hat Autophon sich zum Messe-Leitthema gesetzt. Aus dem Unternehmensbereich "Informationsanzeigeanlagen" stammt beispielsweise des computergesteuerte Devisenhandels-lnformationssystem Foxi. Es handelt sich hierbei um ein von Autophon in Zusammenarbeit mit einigen Geldinstituten entwickeltes System zur Berechnung von Kursen und zur Verbreitung der errechneten Information unter den Händlern.

Devisendaten

Foxi erschließt den Devisenhändlern den Zugriff zu den bankinternen und öffentlichen Kommunikationssystemen. Es berechnet Cross-Rates, Swaps und Deposits und zeigt die Werte auf Bildschirmen an. Währungsabhängige Bankfeiertage werden berücksichtigt. Das speziell für den Devisenhändler entwickelte Terminal erfordert nach Angaben von Autophon nur wenige Eingabedaten bei einer Kursänderung. Foxi soll den Händler von Routinearbeiten entlasten und den Devisenhandel erfolgreicher machen. Der modulare Hardware- und Software-Aufbau von Foxi ermöglicht, eine Devisenabteilung systematisch aufzubauen, behaupten die Züricher.

Nach dem von den Zürichern als Verdrahtungsalternative apostrophierten Multiwire-Verfahren werden Leiterplatten hergestellt, die nach Autophon- Angaben eine hohe Packungsdichte erreichen. Zudem gelangt man vom Entwurf ohne Umweg über die Druckvorlage zu den verdrahteten Platten. Ausgangsmaterial für eine Multiwire-Leiterplatte ist eine Epoxydharzplatte, normalerweise mit auf konventionelle Art freigeätzten Leiterbahnen als Speisung und Masse. Darüber wird eine Kleberschicht aufgezogen. Eine von einer Floppy-Disk-Einheit gesteuerte Maschine verlegt darauf einen feinen Wickeldraht von 0,16 Millimeter Durchmesser. Der Computer legt die Verdrahtungswege fest. Weil der Draht isoliert ist, können sich die Verbindungen beliebig kreuzen.

Vierfach-Verdrahtung

Pro Plattenseite sind zwei Verdrahtungslagen möglich. Anschließend so die Verfahrensbeschreibung der

Züricher - laminiert man eine Glasepoxi-Deckfolie über die Schaltung und härtet das Ganze unter Druck und Wärme zu einer kompakten Platte aus. Nun werden die Löcher, in die

später die Bauelemente eingelötet werden, gebohrt, wobei die verlegten Drähte vom Bohrer durchtrennt werden. Darauf werden die Löcher verkupfert, was eine feste Verankerung

des Drahtes in der Lochwand ergibt. Autophon fertigt Multiwireplatten nach Angaben des Kunden an. Für Prototypen, Kleinserien, oder wenn eine hohe Packungsdichte gefordert wird, ist damit eine kostengünstige Alternative gefunden, meinen die Schweizer.

Zu den in Hannover präsentierten Produkten der Autophon gehört schließlich das System 820 ("SY 820") zum Messen, Überwachen und Registrieren in Telefonnetzen.

Wer sein Telefonnetz möglichst wirtschaftlich betreiben will, braucht eine Antwort auf die Fragen: Welchen Gebrauch haben die Kunden in letzter Zeit vom Telefonnetz gemacht? In welchem Betriebszustand befindet sich das Telefonnetz gerade jetzt? Mit welcher Verkehrsbelastung ist in Zukunft zu rechnen? Je rascher und übersichtlicher diese Informationen zur Verfügung stehen, um so schneller und rationeller können die Telefongebühren erhoben werden und um so wirkungsvoller kann die bestehende Wartungsorganisation eingesetzt werden. Das SY 820 liefert die Informationen schnell und in EDV-gerechter Form, behauptet Autophon.

Eine Besonderheit des Systems 820 ist nach Darstellung des Anbieters die verteilte Intelligenz. Die Daten werden in dem Terminal vorverarbeitet, in dem sie erfaßt werden. Jedes Terminal ist also eine selbständige Funktionseinheit, und zwischen den einzelnen Terminals und der Steuerzentrale wird deshalb nicht eine unübersehbare Flut von Roh-Daten übertragen. Zum SY 820 gehören folgende Funktionsblöcke: Taxregistrietung (Ersatz der elektromechanischen Zähler und der Zählerstand-Fotografie), Gesprachsdaten-Registrierung, Verkehrsmessung, Fernverkehrszählung (ermöglicht die Abrechnung zwischen verschiedenen Telefonverwaltungen), Zustands- und Alarmübertragung, Fernbedienen von Einrichtungen in Telefonzentralen sowie Analogwert-Messung.

Informationen: Autophon AG, Steinstr 21, CH-8036 Zürich

Auf der Messe: Halle 18 OG, Stand 1102/1202