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20.08.1982

Nachtrag zum Thema der Woche in CW 3233 IBMs XA: Kein Problem für die PCMs

MÜNCHEN - Zum XA-Thema hat natürlich auch die Siemens AG eine Meinung, die aus technischen Gründen in der letzten Ausgabe nicht vertreten war. Hier die Stellungnahme der Münchner Computerbauer:

Die Erweiterung der /370-Architektur (XA) besteht aus drei Funktionsgruppen, die zum Teil die Einschränkungen der 360/370-Architektur aufheben. Die bisherige Begrenzung auf 16 MB virtuellen und realen Hauptspeicher ist ein Erbe der Kompatibilität zur /360-Architektur. Sie wird erstens durch die neue, nicht kompatible virtuelle 31-Bit-Adressierung, zweitens durch die 31 Bit reale Adressierung aufgehoben, und drittens reduzieren die XA-Ein-/Ausgabeverbesserungen die Unterbrechungshäufigkeit der 370-Systeme.

Die erwähnten Funktionen wurden von IBM in einer Architekturerweiterung gebündelt und mit einem neuen Kostenniveau des Betriebssystems MVS/SP V2 gekoppelt. Die Verbindung der 31 Bit realen Adressierung mit der 31 Bit virtuellen Adressierung bedeutet für den Anwender einen Migrationszwang auch dann, wenn er zum Beispiel nur größere Realspeicher benötigt (Timesharing!) und nicht den neuen zwei Gigabyte großen virtuellen Adreßraum.

Wie man am Beispiel der 3033 erkennen kann, gibt es Erweiterungen des realen Adreßraums (32 MB), die für den Benutzer keine Kompatibilitätsprobleme ergeben. MVS/SP 1.3 unterstützt einen 32 MB realen Speicher ohne Komplikationen für d(..) Anwender. Die Erweiterung des virtuellen Adreßraums auf 31 Bit enthält den schmerzlichen Migrationsaufwand.

Dieser Zusammenhang ist einer der Gründe, warum Siemens mit seinen Systemen 7.800 und dem Betriebssystem BS3000 zunächst einen erweiterten realen Adreßraum von zur Zeit 128 MB anbietet, ohne die Kompatibilität zur /370-Architektur im virtuellen Bereich zu verlassen. Im BS3000 kann der Anwender ohne Migrationsaufwand wachsen.

Selbstverständlich ist die Hardware der neuen Systemfamilie 7.890 auch für die volle XA-Kompatibilität unter MVS/SP V2 vorbereitet.

Für Siemens waren die von IBM angekündigten XA-Funktionen nicht überraschend. Die Entwicklung eines zu MVS kompatiblen Betriebssystems (BS3000) konfrontiert die Entwickler sehr früh mit den Schwäch(..) und den Verbesserungsmöglichkeiten einer Architektur.

Überraschend für Siemens ist, daß IBM die Anwender zu einer derartigen Migration zwingt. Siemens bietet technisch die XA-Möglichkeit auch und wird mit Interesse verfolgen, wie schnell sich die Anwender diesem Druck beugen.