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15.06.2001 - 

Verträge mit den großen Labels

Napster sperrt illegale Downloads

MÜNCHEN (CW) - Die Musiktauschbörse im Internet einigte sich mit drei großen Musikkonzernen. Songs bekannter Stars, die bei diesen Unternehmen unter Vertrag stehen, soll es ab dem Spätsommer über Napster gegen Bezahlung geben.

Die Internet-Plattform zum Musiktausch Napster will künfig die Titel der "Major Labels" Warner Music, BMG Entertainment und EMI Group in einem gebührenpflichtigen Dienst anbieten. Darauf einigte sich die Musikbörse mit drei der fünf großen Musikkonzerne. Napster kündigte eine Kooperation mit Musicnet an, einem Gemeinschaftsunternehmen der drei Musik-Labels und RealNetworks.

Im Laufe des Sommers will Napster einen zweiteiligen Service realisieren. Der Basic-Dienst soll vor allem Titel unbekannterer Künstler und unabhängigen Labels anbieten. Der Premium-Service stellt gegen eine Gebühr auch Stücke von Madonna und Co. legal zum Download bereit.

Um illegale Kopien künfig zuverlässig aus dem Napster-Netz auszuschließen, unterzeichnete die Tauschbörse ein Abkommen mit Loudeye Technologies. Das Unternehmen aus Seattle hat Lizenzvereinbarungen mit allen fünf großen Plattenfirmen und rund 800 kleinen Labels. Loudeye soll digitale Fingerabdrücke und Metadaten bereitstellen, anhand derer Raubkopien von offiziell lizenzierten Musiktiteln unterscheidbar werden. Das Filtern illegaler Titel wurde von Napster gerichtlich gefordert.

Das Gerichtsverfahren gegen Napster wegen Beihilfe zu Urheberrechtsverstößen wird von der jetzigen Einigung nicht berührt. Auch haben zwei der fünf großen Plattenfirmen, Sony Music und Universal Music Group, kaum Interesse daran, in den Deal mit Musicnet einzusteigen.