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26.09.1980 - 

NatSemi sieht Software-Firmware-Hardware-Trend mit Gelassenheit:

NAS stößt mit der AS/9000 zur Spitze vor

PARIS - Die 16 Megabyte Hauptspeicher, die der von National Advanced Systems (NAS) neu vorgestellte Großrechner "Advanced System/9000" maximal erreicht, stellen die größte Ausbaustufe für Uniprozessoren auf dem Markt der IBM- und kompatiblen Systeme dar. Darauf wiesen NAS-Vertreter anläßlich der Vorstellung ihres Top-Modells am 16. September in Paris nachdrücklich hin und ergänzten, ein weiterer Systemausbau hänge nur davon ab, daß IBM eine Systemsoftware zur Verfügung stelle, die dieses Upgrading "verkrafte".

Das von Douglas C. Cornwall, Präsident von NAS (Europe), vorgestellte Advanced System (AS)/9000 war von der COMPUTERWOCHE bereits vor mehr als einem Monat vorhergesagt worden. Es wird aufgrund einer Vereinbarung zwischen NAS und Hitachi America ab sofort auf dem europäischen und amerikanischen Markt vertrieben.

AS/9000 arbeitet nach NAS-Angaben mit ungefähr der doppelten internen Geschwindigkeit einer IBM 3033 Uniprozessor, hat bis zu 16 Kanäle und ist voll anschlußfähig an die neuen Count Key Data (CKD)-Plattenlaufwerke 3375 und 3380 der IBM. AS/ 9000 läuft unter den Betriebssystemen VM/370, MVS und OS/VS1, wobei NAS die kürzlich angekündigten MVS/SP-Versionen als "die Standardsoftware" bezeichnet.

Der Kaufpreis einer AS/9000 wird mit 5,12 Millionen Dollar angegeben. Eine Querverbindung zur allseits erwarteten H-Serien-Ankündigung der IBM mag NAS-Manager Cornwall nicht ziehen, geschweige denn von einer Präventiv-Maßnahme reden. Stellung bezieht Cornwall jedoch zur soeben angekündigten 15 MIPS-Maschine "Acos 1000" von Nippon Electric (NEC): Sie sei, meint er, "nicht notwendigerweise" als IBM-kompatibel einzustufen, und von ausreichendem System-Support könne ohnehin keine Rede sein.

Ist mithin Konkurrent NEC quasi nicht existent, so ist Mit-PCM Amdahl überrundet: Um 25 Prozent leistungsfähiger als Amdahls Top-Modell 470 V/8 sei die AS/9000, verkündet John Curran, Europa-Marketingdirektor von NAS. Selbstbewußt gibt sich NSC-Vice President Dr. Robert R. Heikes: Es sei das Allzweck-Silikon-Chip in den Geräten des täglichen Bedarfs (Radio, Telefon etc.), das den immer stärker werdenden Trend von der Software in die Firmware und weiter in die Hardware widerspiegele.

Brian Burch, Europa-Manager für den System-Support, sieht folgende Determinanten für den Markt der achtziger Jahre: Im Interesse der Erhaltung von Software-Investitionen wird IBM eine evolutionäre Systemsoftware-Politik verfolgen. Der Preiskampf am Rechnermarkt wird die Margen aus Hardware-Umsätzen derart dezimieren, daß sie nicht mehr ausreichen, um äversteckte" Service-Leistungen zu finanzieren. Als neuen Typ des Wartungsspezialisten wird es einen "Complex Systems Consultant" geben, der sich in Hard- und Software sowie Netzwerken gleichermaßen gut auskennt.