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08.10.1982 - 

PCM-Anbieter nimmt Leistungsloch zwischen 4300 und 3083 aufs Korn:

NAS: Trotz IBM-Attacke fünf neue Großrechner

FRANKFURT (ha/rs) - Unbeeindruckt von den Bemühungen der IBM, die Auslieferung neuer Rechner der National Advanced Systems Corp. (NAS) im Zusammenhang mit der im Juli aufgedeckten "Spionageaffäre" zu stoppen, schickt der amerikanische PCM-Anbieter nun fünf Maschinen ins Rennen. Mit den beiden MVS-Prozessoren AS/6630 und AS/6650 soll ein Leistungsloch gestopft werden, das NAS zwischen den IBM-Systemen 4300 und dem Jumbo-Einsteiger 3083 E ausgemacht haben will. Die Rechner AS 9040, 9050 und 9060 zielen gegen 3083 B, 3083 J und 3081 K.

Neben der Ankündigung neuer Maschinen wartet die deutsche NAS-Niederlassung mit einem weiteren Novum auf: Das Frankfurter Führungsteam wird durch Herbert Bechtel verstärkt, der bisher die Geschicke des Wiesbadener Minicomputer-Anbieters Prime leitete. Der hessische Manager wird nach NAS-Angaben in neugeschaffenen Funktionen als "Vice President" und "Regional Director" dem erst kürzlich ernannten Geschäftsführer Hartmut Burba überstellt.

Als "Koexistenzbrücke" von der DOS-Welt der 4300-Systeme zur MVS-Hardware verstehen Bechtel und Burba ihre jüngsten Jumbo-Babies, die Modelle AS/6630 und AS/6650. Durch den Einsatz dieser Systeme, die erweiterte Versionen des Hitachi-Rechners M 240 H darstellen, könnten Überkapazitäten sowie immense Leistungs- und Kostensprünge zu den für 4341-Anwender noch zu großen 3083-Prozessoren vermieden werden. So bietet das System AS/6630, NAS-Angaben zufolge, die 1,2- bis 1,3fache Performance einer 4341-2. Die im Feld durchführbare Modellerweiterung zur AS/6650 bringe einen weiteren Leistungszuwachs von rund zwanzig Prozent.

Wie der Frankfurter PCM-Anbieter weiter ausführt, benötigten die Maschinen der 6600er Serie nur die Hälfte der Stellfläche einer 4341-2. Die Maschinen seien ausgerüstet mit 4 bis 16 Megabytes Hauptspeicher und bis zu zehn Multiplex-Kanälen beim leistungsstärkeren Modell 6650. Alle Kanäle unterstützten den Datenstrom-Modus. Der Preis für eine 1,8 Mips starke 6630 mit vier Megabytes und fünf Kanälen (Basiskonfiguration) soll bei rund 940 000 Mark liegen. Die 2,2 Mips stramme 6650 kostet mit vier Megabytes und sechs Kanälen knapp 1,2 Millionen Mark.

Eine europäische Erstinstallation der 6630 meldet NAS bereits bei der dänischen "Vaerdi Papier Centralen". Die Auslieferung der ersten deutschen Rechner soll noch vor Jahresende beginnen.