Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

19.05.2005

Nasdaq goes Open Source

Technologiebörse löst proprietäres Order-System ab.

Die US-Technologiebörse Nasdaq will ihr proprietäres Order-Erfassungs- und Ausführungssystem "Super-Montage" durch eine Open-Source-Software ersetzen. Die neue Applikation gehört zur Mitgift des Broker-Unternehmens Instinet Group Inc., dessen Akquisition die Nasdaq angekündigt hat.

Super-Montage wurde erst vor zwei Jahren in Betrieb genommen - nachdem seine Entwicklung drei Jahre und 107 Millio-nen Dollar gekostet hatte. Wie Nasdaq-CIO Steve Randich gegenüber der CW-Schwesterpublikaton "Computerworld" andeutete, läuft die Software auf einer Hard- und Softwareplattform mit nicht mehr konkurrenzfähigem Preis-Leistung-Verhältnis, genauer gesagt: auf den "Nonstop"-Servern von Hewlett-Packard. Mittlerweile gibt es ausfallsichere Umgebungen, die deutlich weniger kosten. Deshalb versucht die Börse, sich von ihren alten Systemen zu trennen.

Darüber hinaus zeichnet sich die Instinet-Plattform, so Randich weiter, durch ein "einzigartiges und innovatives" Design aus, das sie verblüffend effizient mache. "Ich habe noch keinen detaillierten Einblick, weil der Deal bislang nicht abgeschlossen ist", räumte der Nasdaq-CIO ein, "aber aufgrund der Beobachtungen, die mein Team und ich gemacht haben, gehen wir von einer überwältigenden Effi-zienz aus."

Kunden-Frontend soll weitgehend erhalten bleiben

Neben Instinet muss die Nasdaq derzeit eine weitere Akquisition verdauen. Im vergangenen September übernahm sie für 190 Millionen Brut LLC, den Eigner eines alternativen Börsenhandelssystems mit der Bezeichnung "ECN". Laut Randich ist die Integration der beiden Order-Execution-Systeme auf der logischen Ebene bereits vollzogen. In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres will der Nasdaq-CIO sowohl die Brut- als auch die Instinet-Plattform in das eigene Datenzentrum in New Jersey überführen. Als dortiges Zielsystem sei die Instinet-Applikation vorgesehen. Das jeweilige Kunden-Frontend hingegen solle weitgehend erhalten bleiben. Denn die größte Herausforderung bestehe darin, die Klientel der beiden akquirierten Unternehmen davon zu überzeugen, dass sich für sie eigentlich nichts ändere. (qua)