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21.12.1979 - 

Wegen beschränkten Budgets Entscheid für Itel:

Nassauische Sparkasse rechnet mit Mixed-CPU

WIESBADEN (CW) - Im Juli 1979 installierte die Nassauische Sparkasse (Naspa), Wiesbaden, eine Itel-CPU AS/5, Modell 7031. Der Vier-MB-Rechner arbeitet dort mit einer IBM 3031, die über zwei MB verfügt. Schon drei Jahre zuvor hatte die Sparkasse aus Kostengründen eine Abkehr von lupenreiner IBM-Ausstattung vollzogen.

"Zunehmender Kostendruck veranlaßte uns, im Bereich der Peripherie Alternativen zu erwägen", erklärte Gert Moderegger als EDV-Abteilungsdirektor der Naspa, die über rund 300 Zweigstellen verfügt.

Bis Juli 1979 waren noch zwei fast gleich ausgestattete IBM 370/148 im Einsatz. Dann wurde ein weiterer Ausbau der Peripherie erforderlich und zwang zum Überdenken des CPU-Konzepts.

Zwei IBM 3031 hätten das Budget der Naspa bei weitem überschritten Nach einer Vorführung in Frankfurt fiel der Entschluß für die Itel-CPU. Probleme beim CPU-Wechsel, so Moderegger, sind nicht aufgetreten.

Im Rechenzentrum der Naspa sind heute eine Itel AS/5/7031 CPU mit 4 MB und eine IBM 3031 CPU mit 2 MB im Einsatz. Von beiden Systemen im Zugriff sind je sechs CDC-Plattenlaufwerke 3330 Modell 11, CDC-Plattenlaufwerke 3380 mit insgesamt 3600 MB Speicherkapazität, vier IBM-Schnelldrucker, acht IBM-Bandeinheiten sowie weitere Peripheriegeräte einschließlich Bildschirm-Terminals. Im Zahlungsverkehr erfolgt vollautomatische Abwicklung über den Belegleser IBM 1275. Gefahren wird das Betriebssystem OS/VS 1.

Vertrag mit Anpassungsspielraum

Abgeschlossen mit Itel wurde ein Leasing-Mietvertrag. "Nach ein paar Monaten besteht eine Option auf eine größere Anlage, ein paar Monate später können wir aussteigen", erläutert der EDV-Chef die Konditionen des Vertrages, den er selbst ein schwieriges juristisches Werk nennt. Es gebe darin genügend Spielraum zur Anpassung an veränderte Marktbedingungen. Die finanziellen Belastungen für die CPU lägen im Monat unter 50 000 Mark. Gegenüber der IBM-Alternative beziffert Moderegger die Ersparnisse mit über 30 000 Mark.

Bereits vor der endgültigen Itel-Übernahme durch National Semiconductor habe man bei der Sparkasse vertraglich Vorsorge getroffen: Im Falle eines Verkaufes der Itel-Computer-Divisions sollten die Wartungsverpflichtungen von dem "Makler" an den Hersteller übergehen.

"In unserem speziellen Fall", so Gert Moderegger, "ist sogar die Übernahme durch National Semiconductor von Vorteil, da nunmehr die beiden Partner Vertriebs- und Wartungsorganisation einerseits und Hersteller andererseits - zu einem Partner verschmolzen sind."

Mit dem Service ist Moderegger recht zufrieden. Die Itel-Techniker stünden Tag und Nacht zur Verfügung. "Im aktuellen Fehlerfall vergeht selten mehr als eine Stunde, bis ein Techniker bei uns eintrifft", stellt er fest. Probleme seien einmal bei der Konsole aufgetreten, wo der Techniker einen intermittierenden Fehler nicht auf Anhieb gefunden habe.