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15.06.1990

National Semiconductor: Bewegte Börsenhistorie

15.06.1990

Die Analysten der County Natwest Securities Ltd., London, geben eine Kaufempfehlung für National Semiconductor ab. Dies ist bemerkenswert, weil die Aktien der US-Halbleiterindustrie von Ende 1983 bis einschließlich 1989 zu den relativ schwächsten Industriegruppen an der New Yorker Börse gehörten. Der Gesamtmarkt schnitt deutlich besser ab als die Gruppe der Halbleiterhersteller.

Seit Anfang 1990 hat sich dies geändert. Die relative Stärke der Halbleiteraktien an der New Yorker Börse konnte sich nachhaltig verbessern. County Natwest sieht die US-Halbleiterindustrie im Frühstadium eines zyklischen Aufschwungs. Bereinigte Kostenstrukturen, eine Stabilisierung der Preise für Chips, knappe Lagerhaltung und eine positive Entwicklung des Auftragseingangs sind die Gründe.

National Semiconductor begann 1989 mit einer soeben abgeschlossenen Umstrukturierung. Die Unternehmenssparten Computer und Strichcode-Leser wurden abgestoßen. Im März 1989 übernahm Charles Sporck, Präsident von NSM, die persönliche Kontrolle über die Halbleiterherstellung. Er gilt als kompetenter und hart durchgreifender Unternehmer.

Im Wege der Restrukturierung wurden fünf Produktionsstätten geschlossen und zwei zusammengelegt. Allein durch die Schließung der Produktionsstätte Danbury ergab sich eine Kostenersparnis von zwölf Millionen US-Dollar.

Nach einem Verlustjahr 1989 könnte das Ende Mai abgeschlossene Abrechnungsquartal einen kleinen Gewinn bringen. Die Analysten von Value Line schätzen einen Quartalsgewinn von sechs Cents je Aktie.

Mit gut acht US-Dollar notiert NSM nur etwa zehn Prozent über dem aktuellen Buchwert von 7,1 US-Dollar. Die neugeordnete NSM-Gruppe sollte von der sich verbessernden Branchenkonjunktur profitieren können.

*Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensgesellschaft CMW GmbH in München.