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16.10.1987 - 

Beim ISDN Kongreß 87 vom 24.- 25. November in Stuttgart:

Nationaler Paukenschlag für ISDN-Pilotphase

STARNBERG (pi)- Den Stichtag für die ISDN-Pilotprojekte in Stuttgart und Mannheim gibt der Ende November in Stuttgart stattfindende ISDN-Kongreß 87 ab. Zu dieser Großveranstaltung erwartet die Deutsche Bundespost rund tausend interessierte Anwender aus den verschiedensten Wirtschaftsbereichen.

Auf der rund 400 Quadratmeter umfassenden ISDN-Show werden erstmals die im Pilotprojekt laufenden ISDN-Anwendungen "live" über Direktanschlüsse aus den Pilotvermittlungsstellen Stuttgart sowie Mannheim vorgeführt. Aus Postsicht handelt es sich hier um eine im wahrsten Sinne des Wortes offene Kommunikation, da völlig verschiedene Endgeräte von insgesamt 13 Herstellern an die Pilot-Knotenpunkte angeschlossen sind und hoffentlich ohne Kompatibilitätsprobleme Nachrichten untereinander austauschen werden. Mit ISDN-fähigen Endgeräten in Stuttgart mit von der Partie sind die Firmen ANT, Bosse, Canon, DeTeWe, DEC, IBM, Kienzle Merk, Nixdorf, PKI, SEL, Siemens und Telenorma. Auf sieben "Kommunikationsinseln" verteilt, werden im Zusammenspiel der unterschiedlichsten Endgeräte wie digitale Sprachterminals, PCs, Mehrdienst-Endgeräte, Teletex- und Telefax-Geräte, Bildschirmarbeitsplätze, Teleschreibgeräte, Btx-Terminals und Bildtelefone alle möglichen Kommunikationsformen im künftigen ISDN anhand von "Büro-Szenarien" durchgespielt.

Zur Eröffnung des ISDN Kongresses 87 am 24. November wird Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling die Bedeutung dieses Projektes für die Zukunft der Telekommunikation herausstellen. Zweiter prominenter Redner am Eröffungstag ist der baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth, der mit seinem Referat zum Thema "Die Rolle der Telekommunikation in der Entwicklung eines Landes "darstellt, wie sich Baden-Württemberg dieser infrastrukturellen Herausforderung stellt.

Die Fachreferate im Anschluß an die Kongreß-Eröffung befassen sich unter der Leitung des Präsidenten des Fernmeldetechnischen Zentralamts (FTZ), Ronald Dingeldey, mit Einzelheiten des Pilotprojekts, den Planungsdaten und der Einführungsstrategie der Deutschen Bundespost. Danach geben die sogenannten "Dienste-Bauherrn" im Bundespostministerium, also die Referatleiter für die Fernmeldedienste Fernsprechen, Bildschirmtext Datendienst Teletex und Telefax einen Ausblick auf den Integrationsprozeß der betreffenden Dienste im ISDN.

Mit den Themen "Dienstmerkmale im ISDN "(Karl-Heinz Rosenbrock Referatsleiter im BPM), "Benutzerbedingungen und Gebühren" (Hartmut Gehrhoff, BPM), ISDN im internationalen Umfeld (Peter Bocker Siemens AG) und "Weiterentwicklung zum Breitband-ISDN" (Dietrich Becker, SEL) schließt der erste Kongreßtag.

Am nächsten Tag geht es weiter mit dem Thema "ISDN-fähige Endgeräte". Die wichtigsten Herstellerfirmen nehmen Stellung zu ihrer Produktkonzeption in Hinblick auf ISDN und die Peripherie für die Serienproduktion. Ein Referat an Harald Lydorf aus dem BPM über Dienst- und Netzübergänge sowie Endgeräteanpassungen" leitet die Diskussion über "Alternative Schnittstellen-Philisophien" aus Sicht der Anwender, Hersteller und der Bundespost ein.

Die technischen Probleme bei der ISDN-Einführung münden schließlich in die Frage: "Was bringt ISDN dem Anwender?". Eine erste Antwort auf diese Frage soll der Nachmittag des 2. Kongreßtages unter der Leitung von Professor Wolfgang Kaiser vom Institut für Nachrichtenübertragung der Universität Stuttgart bringen. Zum ersten Mal berichten Anwender aus dem Pilotprojekt Stuttgart und Mannheim über ihre Erfahrung im Umgang mit ISDN. Vier Anwender-Berichte sind vorgesehen, darunter von den Technischen Werken der Stadt Stuttgart, der Deutschen Bank, einem pharmazeutischen Betrieb und einer Unternehmensberatung.

Mit einer Darstellung der ersten Ergebnisse der ISDN-Begleituntersuchung (Roland Berger Forschungsinstitut) und einer Fragestunde endet die erste große ISDN-Promotion-Veranstaltung der Deutschen Bundespost.

Die Teilnahme an dem ISDN Kongreß 87 kostet 750 Mark pro Person plus Mehrwertsteuer. Die Anmeldung muß bis zum 16. November 1987 erfolgen. Ort der Veranstaltung ist das Messe und Kongreßzentrum Stuttgart am Killesberg.