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10.10.1986

NatSemi verklagt taiwanische Firma

TAIPEH (CW) - Wieder kracht es zwischen Halbleiterproduzenten amerikanischer und asiatischer Herkunft: National Semiconductor hat gegen ein Chip-Unternehmen in Taiwan gerichtliche Schritte eingeleitet.

Nach Beilegung der gerichtlichen Streitigkeiten zwischen Texas Instruments und acht japanischen Halbleiterunternehmen (unter anderem NEC) gegen Ende des vergangenen Jahres laufen erneut die juristische Mühlen heiß. Die amerikanische National Semiconductor Corp. (NatSemi) hat gegen das taiwanische Unternehmen United Microelektronics Corp. Klage eingereicht. Damit will sie verhindern, daß die Taiwaner einen integrierten Schaltkreis verkaufen, der "verblüffende Ähnlichkeit" mit einem NatSemi-Produkt haben soll. Der Chip erlaubt nach Auskunft von NatSemi die direkte Kommunikation von Mikroprozessoren mit Platten und Druckern.

Der amerikanische Chip-Hersteller wirft United Microelectronics vor, einen 1983 zwischen beiden Unternehmen geschlossenen Vertrag verletzt und vertrauliche Unterlagen für Design und Produktion des Chips gebraucht zu haben. Mit einer dauerhaften einstweiligen Verfügung, beantragt beim Distriktgericht Taipeh, will NatSemi nun erreichen, daß dem Unternehmen Herstellung und Verkauf des Chips untersagt wird. Schließlich, so ein Sprecher, sei dem amerikanischen Chip-Produzenten durch die Vermarktung des Halbleiters von den Taiwanern bereits ein erheblicher Verlust entstanden. Die erste Anhörung soll Ende Oktober stattfinden.

Energisch verwehrt sich das taiwanische Unternehmen gegen die Anklage. Die Beschuldigungen seien "grundlos und ohne Substanz". Man könne beweisen, daß der Chip ohne die Unterlagen der Amerikaner entwickelt worden sei.