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Ausgeklingelt:


04.04.1976 - 

NCR bald vollelektronisch

AUGSBURG - Während Anker noch mitten in der Strukturkrise steckt, ist beim größeren Konkurrenten NCR die Umstellung von der Mechanik auf die Elektronik schon fast gelaufen: "Wir sind eine neue Gesellschaft in Fertigungsphilosophie und Vertriebsstrategie" erklärte NCR-Geschäftsführer F.F Herzog bei der Erläuterung des Jahresabschlusses 1975.

Bei der US-Muttergesellschaft werden überhaupt keine mechanischen Registrierkassen mehr gebaut, in der Bundesrepublik soll die Fertigung im Juni vollends auslaufen. Der gesamte NCR-Konzern produziert weltweit nur noch in elf Betrieben (früher 18).

Immer weniger Mitarbeiter

Die Folge des Überganges auf die Elektronik: Die Belegschaft schrumpfte in den letzten fünf Jahren weltweit um 20 Prozent auf 80 000 Mitarbeiter, in der Bundesrepublik sogar von 8200 im Jahr 1970 auf 4000 (Planzahl für Ende 1976). Dieser Abbau ging hauptsächlich

2U Lasten der gewerblichen Arbeitnehmer, weil in Deutschland künftig nur noch das MDT-System 299 und das Kassenterminal 225 gebaut werden sollen. Geplant ist ferner die Entwicklung eines Computers, der die 244 ablesen und die fünf- bis zehnfache Leistung haben soll. Nach Herzogs Angaben beträgt der Lohnanteil bei elektronischen Geräten nur noch 8 bis 15 Prozent gegenüber 40 bis 60 Prozent bei der Fertigung mechanischer Geräte. Die Lohnkostensenkung muß mit einem 10-Millionen-Mark-Sozialplan erkauft werden; 3,6 Millionen davon wurden 1975 schon ausgegeben.

Batterie neuer Systeme

NCR hat in der Bundesrepublik im Geschäftsjahr 1974/75 (Ende: 30 November) ein Plus von 3,6 Prozent erzielt und rund 477 Millionen Mark umgesetzt. Für 1975/76 ist wegen der

Umstrukturierung ein Umsatzrückgang von 10 Prozent eingeplant - danach soll es wieder aufwärtsgehen. Die Umsatzrendite wird trotz Sozialplan auf 3 bis 4 Prozent geschätzt. Um den Handel als "traditionelles Absatzfeld zu behaupten", soll in diesem Jahr eine "Batterie neuer EDV-Systeme" vorgestellt werden.

Von den rund 520 000 mechanischen Registrierkassen, die in der Bundesrepublik nach NCR-Schätzungen noch klingeln, stammen 350 000 von den Augsburgern, die zwar Ersatzteilnachschub für die nächsten fünf Jahre garantieren, neue Interessenten ab der zweiten Jahreshälfte aber mit Importware bedienen wollen. -py