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16.03.1990 - 

1989 gingen die Auslandsumsätze deutlich zurück

NCR Deutschland: Osthandel soll Exportgeschäft beleben

MÜNCHEN (bk) - Keine großen Sprünge konnte die NCR GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr (30. November 1989) machen. Die Augsburger mußten einen Umsatzrückgang von 2,6 Prozent auf 909,3 (933,8) Millionen Mark hinnehmen, wobei vor allem der Exportumsatz deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Immerhin stieg der Jahresüberschuß um 2,5 Prozent auf 24,5 (23,9) Millionen Mark.

"Wir haben ein schwieriges Jahr hinter uns", erklärte Rainer Liebich, Vorsitzender der Geschäftsführung der NCR GmbH, vor der Presse in München. Dennoch sei das Klassenziel insgesamt erreicht worden. Probleme gab es vor allem im PC-Geschäft. Die verzögerte Freigabe netter Produkte und zu hohe Lagerbestände führten Anfang 1989 zur Kurzarbeit und Personalanpassungen im Augsburger PC-Werk und beeinträchtigen darüber hinaus den Umsatz im ersten Halbjahr. Obwohl nach den Worten des NCR-Chefs die Umstellung auf die neue Produktpalette mit den 286- und 386-Prozessoren wie auch das Engagement in der Mikrokanalarchitektur für eine bessere zweite Jahreshälfte gesorgt hätten, habe man den schlechten Start nicht von kompensieren können.

Die Probleme mit dem PC-Geschäft spiegeln sich auch im Exportumsatz wider. Nach 342,3 Millionen Mark im Vorjahr mußten sich die deutsche Tochter der NCR Corp., Dayton/Ohio, heuer mit 319,2 Millionen Mark zufriedengeben. Dennoch, so Liebich, habe man 1989 gerade im PC-Sektor die Voraussetzung geschaffen, um die Ergebnisse in diesem Bereich wieder zu verbessern. So wollen die Augsburger künftig die PCs nahezu ausschließlich über indirekte Vertriebskanäle an die Kunden bringen. Dazu stehe man derzeit in Gesprächen mit einigen größeren Distributoren, erklärte Liebich.

Auch im Inlandsgeschäft konnte sich die GmbH nicht

steigern. Mit 590,l Millionen Mark blieben die Augsburger knapp hinter dem Vorjahresergebnis von 591,5 Millionen Mark zurück, Folge eines insgesamt rückläufigen indirekten Vertriebsgeschäftes. Weiter verbessert, so berichtete der NCR-Chef, habe sich dagegen der Direktvertrieb mit Großkunden und mittelständischen Unternehmen, vor allem in den Vertriebsbereichen Kreditinstitute, Industrie und Öffentliche Verwaltungen.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Liebich mäßige Zuwachsraten sowohl beim Umsatz als auch bei den Erträgen. "Zwar wird die Zukunft nicht leichter, aber unsere internen Anspassungen sind vollzogen, deshalb belastet uns ein Störfaktor weniger", erklärte der NCR-Chef. Wieder zulegen wollen die Augsburger auch in Sachen Personal, nachdem 1989 die Belegschaft um 277 auf 3001 Mitarbeiter reduziert wurde. In den kommenden Monaten soll vor allem die Vertriebsmannschaft aufgestockt werden.

Große Hoffnungen setzen die Augsburger in den Handel mit den osteuropäischen Ländern.