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01.03.1985 - 

Neues Marketingkonzept hat noch nicht gegriffen:

NCR-Ergebnis blieb hinter Erwartungen zurück

MÜNCHEN (VWD) - Ein hohes Umsatzziel hat sich die deutsche Tochter des US-Konzerns NCR für 1985 gesetzt. Mindestens 700 Millionen Mark will der Elektronikhersteller in diesem Jahr umsetzen, nachdem das Ergebnis 1984 mit 622 nach 600 Millionen Mark 1983 nicht den Erwartungen entsprach.

Der Jahresüberschuß weist mit 22,5 (1983: 18,3) Millionen Mark eine Steigerungsrate von 22,5 Prozent aus. 1985 soll eine weitere Steigerung um 15 Prozent realisiert werden. Wie Finanzdirektor und Geschäftsführer Hans-Joachim Nowak in Augsburg ausführte, beträgt die Eigenkapitalrendite bei einem Eigenkapital (Stammkapital, freie Rücklagen, Bilanzgewinn) von 151 (168) Millionen Mark 14,9 (11,0) Prozent, die Umsatzrendite 3,6 (3,1) Prozent.

Das verzögerte Wachstum führte Nowak auf das neue Marketingkonzept der NCR zurück, das erst spät 1984 griff. Diese neue Struktur habe auch Auswirkungen auf den Auftragseingang, der um 13,6 Prozent auf 407,6 (471,7) Millionen Mark zurückging. Der Auftragsbestand belief sich auf 194,1 gegenüber 219,8 Millionen Mark. Der Export, der mit 35,1 (33,6) Prozent am Gesamtumsatz beteiligt ist, konnte um neun Prozent auf 218 Millionen Mark gesteigert werden.

Probleme macht dem Unternehmen der zur Zeit starke Dollar, der zum einen zwar beim Export zugute kommt, zum anderen den Import der für die PC-Produktion in Augsburg notwendigen Komponenten erheblich verteuert. Diese währungsbedingten Schwankungen gleichen sich insgesamt betrachtet zwar weitgehend aus, innerhalb des Unternehmens müssen das Inlandsmarketing und der Export jedoch unterschiedlich betrachtet werden, was sich in Preiszugeständnissen niederschlage. Über deren Höhe machte Nowak keine Angaben. Die Wechselkursverluste belasten die G+V-Rechnung zusätzlich mit acht Millionen Mark, die in den anderen Rückstellungen in Höhe von 48,6 (36,2) Millionen Mark ausgewiesen sind.

Der starke Anstieg der Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen von 1,6 auf 29 Millionen Mark begründete Nowak mit der Dividendenzahlung an die Muttergesellschaft von 18,75 Millionen Mark 1982/83, die 1983/84 insgesamt auf rund 25 Millionen zunehmen dürfte. Der Cash-Flow erhöhte sich nach Angaben von Nowak um 52,2 Prozent auf 71,8 (47,2) Millionen Mark. Zur Zeit finden Gespräche mit dem Betriebsrat über den Einsatz einer, zweiten Schicht statt. Geplant wird mit einer Erweiterung des Personalstandes um 30 Mitarbeiter im Marketing und 80 bis 100 in der Fertigung (Schwerpunkt Augsburg).

Insgesamt stellte NCR 1984 rund 20 000 Mikrocomputer her gegenüber 21 000 in 1983. Im laufenden Jahr sollen es in etwa 34 000 werden, von denen 85 Prozent in den Export gehen. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 3500 PC verkauft. 1985 will das Unternehmen 5000 auf dem Inlandsmarkt absetzen.