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02.05.1986

NCR stabilisiert Position im Mainframe-Geschäft:Börse reagiert positiv auf 9800- Announcement

NEW YORK/LONDON/BERLlN (CW) - Stärken konnte die NCR Corp. ihre Position im Großrechergeschäft: Auf die Ankündigung der neuen fehlertoleranten Mainframe-Serie 9800 reagierte Wall Street bereits mit einem Ansteigen der Preise für NCR-Aktien. Auch in Großbritannien war ein Aufschwung um zwei Dollar auf 48,75 Dollar zu verzeichnen.

Die neue Produktreihe basiert auf der erweiterten Version des 32-Bit-Chip-Set NCR 32. Wichtigstes Feature ist die modular aufgebaute Multiprozessor-Architektur, die ein Hinzufügen von Applikations- und Speicherprozessoren ermöglichen soll, ohne daß der Systembetrieb unterbrochen werden muß (siehe auch CW 5/86, Seite 1).

Mit neuen Plänen trägt sich die Deutschland-Tochter des Herstellers: Die NCR GmbH, Augsburg, will ihre Berlin-Aktivitäten ausbauen und an einem neuen Standort im Citybereich ansiedeln. Außerdem ist daran gedacht, die im Bundesgebiet verstreuten Softwareaktivitäten in Berlin in einer "Softwarefabrik" zu konzentrieren. Dies teilte Rainer Liebich, Vorsitzender der Geschäftsführung anläßlich des 2. NCR-Management Symposiums Berlin 1986 mit.

Die Investitionen für die neue Zweigniederlassung bezifferte Direktor Wolfgang Lurg, ohne Baukosten, auf rund 15 Millionen Mark. Zwar würden auch die Fertigungskapazitäten auf das Doppelte bis Dreifache ausgelegt, entscheidend in Berlin sei aber nicht die Produktion, die derzeit rund 20 Millionen Mark erreicht, sondern der Marketing- und Service-Bereich. Bereits jetzt werden die NCR-Rechenzentren bundesweit von Berlin aus gesteuert, die Zentralrechner stehen hier. Lurg rechnet für 1987 mit dem Umzug von Neukölln nach Tiergarten.

NCR erreichte in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 1985/86 (30. November) einen um 20 Prozent erhöhten Auftragseingang. Liebich erwartet für das Gesamtjahr eine gleich hohe Umsatzsteigerung auf rund 850 (713) Millionen-Mark. Ende des letzten Geschäftsjahres hatte das Unternehmen 3300 Mitarbeiter, davon rund 900 in der Produktion, die im wesentlichen in Augsburg angesiedelt ist.

Vom Umsatz entfallen - mit stark steigender Tendenz - rund 20 Prozent auf den Softwarebereich. Die Muttergesellschaft NCR Corp. steigerte ihren Umsatz in den Monaten Januar bis März 1986 ums 14 Prozent auf 960,8 (842,8) Millionen Dollar, der Gewinn stieg um 15 Prozent auf 50,2 (43,6) Millionen Dollar. Außerdem wurde in diesem Zeitraum ein Rekordauftragseingang erzielt. Dabei habe insbesondere das Europageschäft dazu beigetragen, die eher gedämpfte DV-Konjunktur in den USA mehr als zu kompensieren.

Im Bereich "Neue Medien" verspricht man sich gerade in Berlin neue Anstöße, nachdem in Zusammenarbeit mit der Berliner Firma Intra-Videox das System "Interaktives Video" kombiniert mit einem PC entwickelt wurde. Mit diesem System laufen zur Zeit Pilotprojekte an den Universitäten Essen und Braunschweig, unter anderem in der Medizinausbildung.