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11.11.2014 - 

Identifikation per Smartphone

NEC-Erfindung könnte Produktpiraten den Spaß verderben

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
NEC hat ein System entwickelt, mit dem sich Produktfälschungen identifizieren lassen. Dazu werden Bilder des zu prüfenden Produkts mit dem Smartphone aufgenommen und dann mit einem zuvor in der Cloud abgelegten Originalbild des Herstellers verglichen.

Die "Object Fingerprint Authentication Technology" ist laut NEC das weltweit erste System, das auf diese Weise Objekte authentifizieren kann. Dabei werden kleinste Abweichungen in der Metall- oder Plastikoberfläche erfasst und verglichen, die im Herstellungsprozess entstehen und für das menschliche Auge nicht sichtbar sind.

Nahaufnahme machen, via App den Vergleich mit dem Original in der Cloud anstoßen - und schon ist die Echtheit des Produkts ermittelt.
Nahaufnahme machen, via App den Vergleich mit dem Original in der Cloud anstoßen - und schon ist die Echtheit des Produkts ermittelt.

Die Genauigkeit des Ergebnisses hängt vom Material ab, doch NEC behauptet, Tests hätten eine Gleichfehlerrate (Equal Error Rate = ERR) ergeben, die unter eins zu einer Million gelegen habe. Anlässlich einer Demonstration der Technik in Tokio setzten NEC-Mitarbeiter ein via 3D-Druck hergestelltes Objektiv auf ein Standard-Smartphone und fotografierten in Nahaufnahme Objekte wie den Schiebergriff des Reißverschlusses einer Luxushandtasche oder den Kopf einer Schraube.

Über eine Smartphone-App wurde dann ein Abgleich mit dem Cloud-basierenden Originalbild initiiert. Das System verglich die Strukturmuster und fand schnell die Teile heraus, die eine eindeutige Identifikation zuließen. "Im Grund ist das eine Weiterführung von unseren Arbeiten im Bereich der Fingerabdruck-Erkennung", sagte Toshihiko Hiroaki, Senior Manager in NECs Forschungslabors. Das Wachstum im Biometriemarkt sei weitgehend zum Erliegen gekommen, weshalb NEC nach neuen Geschäftsfeldern gesucht habe.

Dem Anbieter zufolge lassen sich theoretisch auch Standard-Smartphone-Objektive verwenden, doch die eigene Entwicklung sei - natürlich - effektiver. Die Japaner wollen die Lösung nun vermarkten. Wann, mit welchen Partnern und zu welchen Kosten steht noch nicht fest.

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