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27.09.2002 - 

Durchbruch von Intels 64-Bit-Architetur lässt weiter auf sich warten

NEC feuert Technikchef wegen Itanium-Kritik

27.09.2002
SAN FRANCISCO (IDG) - Nachdem sich Leonard Tsai, Technikchef bei NEC, anlässlich einer Konferenz kritisch über die Aussichten für Intels Itanium-Chip geäußert hatte, musste er das Unternehmen verlassen.

In einer E-Mail bestätigte Tsai den Zusammenhang zwischen seiner Kritik und dem Rausschmiss. Seine Entlassung sei als unmittelbare Folge seiner kritischen Äußerungen zum Itanium-Chip von Intel zu verstehen, erklärte Tsai. NECs Technikchef hatte anlässlich einer Podiumsdiskussion von Chipexperten Mitte Juli erklärt, es werde noch einige Zeit dauern, bis sich Intels Itaniumarchitektur im Server-Geschäft etablieren werde. In Zeiten rückläufiger IT-Investitionen würden Programmierer und Anwender davor zurückschrecken, Applikationen auf die neue Intel-Plattform zu portieren oder neu zu entwickeln.

Epic-Befehlssätze schrecken ab

Außerdem würden die Softwareentwickler Jahre benötigen, um die komplexen Befehlssätze von Intels Explicity-Parallel-Instruction-Computing-(Epic-)Architektur zu lernen. Es werde den Hersteller viele Anstrengungen kosten, die Ingenieure für Epic zu begeistern und zu schulen, prognostizierte Tsai. Dagegen seien die Entwickler mit der Reduced-Instruction-Set-Computing-(Risc-)Architektur vertrauter, die nach wie vor von Sun, HP und IBM verwendet wird. Deshalb würden sie weiter auf die bewährte Architektur setzen, um die Leistung Risc-basierter Server zu steigern.

Diese Äußerungen sorgten für Verstimmung beim NEC-Partner Intel. Tsais Kommentare passten nicht zur Produktstrategie NECs, kritisierte Mike Fister, Senior Vice President und General Manager für die Enterprise Platforms Group bei Intel. Der NEC-Mitarbeiter habe seine eigene Meinung, repräsentiere aber nicht die Position NECs. (ba)