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Plasma-Display mit 50-Zoll-Diagonale


10.09.1999 - 

NEC findet langsam zurück zum Erfolg

MÜNCHEN (kk) - NEC ist bescheiden geworden. Nach verlustreichen Ausflügen in das Rechnergeschäft konzentriert sich das Unternehmen auf die alten Stärken, und die liegen vor allem in der Display-Technik.

Der Umschwung ist geschafft, NEC schreibt, zumindest in Deutschland, seit drei Monaten schwarze Zahlen. "Die Rückbesinnung auf unsere Kernkompetenzen und die Positionierung von NEC als Marke für innovative Produkte waren dafür verantwortlich", erklärt Marketing-Chef Ernst Holzmann den Erfolg. Holzmann, der vor knapp einem Jahr von SNI in Augsburg zu NEC kam, setzt beim Umsatz vor allem auf die Display-Produkte. Die Marktführerschaft bei Flachbildschirmen und Projektoren soll verteidigt, Marktanteile bei CRT-Monitoren sollen zurückgewonnen werden. Das zukunftsträchtige Geschäft mit Plasma-Bildschirmen gilt es zu entwickeln.

Im Oktober will NEC mit dem "Plasma-Sync 5000" die Display-Serie um eine Variante mit 50-Zoll-Diagonale (1,27 Meter) erweitern. Das Gerät ist nur knapp elf Zentimeter dick und wiegt 58 Kilogramm. Es liefert unter anderem XGA-Auflösung, ein Kontrastverhältnis von 300 zu eins und einen Einblickwinkel von 160 Grad. "Plasma-Bildschirme sind kompliziert zu fertigen und bleiben deshalb relativ teuer", erklärt Holzmann den Preis von rund 40000 Mark für die Großleinwand.

Jedes Pixel eines Plasma-Bildschirms besteht aus drei mit Edelgasen gefüllten Glaszellen, die durch Rippen voneinander abgetrennt sind. Überhalb und unterhalb der Zellen befinden sich Elektroden. Wird daran eine hohe Spannung angelegt, erfolgt eine elektrische Entladung, die das Gas dazu bringt, ultraviolettes Licht abzugeben. Dieses trifft auf die rote, grüne oder blaue Phosphorbeschichtung der Zellen und wandelt es so in sichtbare Farben um.

Ein Nachteil des Verfahrens ist, daß das Neongas in den Glaszellen eine unerwünschte Orange-Färbung erzeugt. NEC hat dagegen ein Verfahren entwickelt, bei dem rote, grüne und blaue Farbfilter in das Glassubstrat der Zellen eingebettet werden, die den Orangestich reduzieren und zusätzlich das Farbspektrum verbessern. Damit die Schwarz-Wiedergabe nicht durch Lichtreflexe von außen verblaßt, erhalten die Trennrippen schwarze Streifen. Damit soll sich die Schwarz-Intensität um 70 Prozent erhöhen lassen, ohne die Wiedergabe von Weiß zu beeinträchtigen.

Abb: Farbfilter verringern bei Plasma-Bildschirmen von NEC die unerwünschte Orange-Färbung. Quelle: NEC