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Mit neuer Finanzspritze soll Direktvertrieb ausgebaut werden

NEC läßt 300 Millionen Dollar für Packard Bell springen

09.01.1998

Die Groupe Bull, ebenfalls Anteilseigner an PB-NEC, werde rund 20 Prozent der Investitionssumme in Form eines zeitlich begrenzten Darlehens garantieren. Das Gesamtengagement von NEC für PB-NEC beläuft sich auf rund 1,3 Milliarden Dollar.

Vor rund eineinhalb Jahren erwarb NEC erste Teile von Packard Bell. Durch die neuerliche Investition steigt der Anteil von NEC an den voll stimmberechtigten Aktien von 19,84 auf 49 Prozent. Die Groupe Bull hält weitere 12,62 Prozent und brachte ihre PC-Abteilung Zenith Data Systems in den Verbund ein. Die restlichen 38,38 Prozent sind in Besitz von Beny Alagem, Gründer und CEO von PB-NEC. Noch im Laufe dieser Woche sollen die ersten 150 Millionen Dollar der zusätzlichen Finanzmittel transferiert werden. Der Rest werde im Februar angewiesen, erklärte ein Sprecher von NEC.

Meldungen der japanischen Wirtschaftzeitung "Nihon Keizai Shimbun" zufolge, wonach NEC Druck auf den Computerhersteller ausübe und fordere, die Belegschaft von 8000 auf 6000 Mitarbeiter zu reduzieren, um Kosten zu sparen, wurden von einem PB-NEC-Sprecher dementiert. Die japanische Zeitung hatte einen anonymen Informanten von NEC als Quelle genannt.

Packard-Bell-Gründer Alagem erklärte, mit der Finanzspritze komme sein Unternehmen der geplanten Börseneinführung einen Schritt näher. Die Mittel sollten unter anderem verwendet werden, den Direktvertrieb an kommerzielle Kunden auszubauen. Bisher verkauft PB-NEC seine Produkte über den Einzelhandel und Warenhäuser an private Haushalte. Wegen des scharfen Wettbewerbs ist dieses Geschäft allerdings nicht sehr profitabel.

Im Marktsegment der kommerziellen Kunden schafften die PB-NEC-Rivalen Dell, Compaq und Hewlett-Packard im vergangenen Jahr in den USA einen Umsatzzuwachs von 60 Prozent, im Gesamtweltmarkt erreichten sie eine Steigerung von 50 Prozent. Der Absatz von PB-NEC dagegen sank im gleichen Zeitraum um rund zwei Prozent. Das Unternehmen rutschte vom Rang drei in der Welt auf Platz fünf ab, ermittelten Analysten von IDC.