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08.10.1999 - 

Web-Aktivitäten sollen den Karren aus dem Dreck ziehen

NEC will mit einer kompletten Umstrukturierung abspecken

MÜNCHEN (CW) - Gebeutelt von der Asienkrise und einem Nachfragerückgang bei Kommunikationsprodukten im Fiskaljahr 1998/99, versucht NEC Corp. nun mit umfangreichen Umstrukturierungen wieder Herr der Lage zu werden. Zwar muß der Konzern seine Prognosen für das aktuelle Geschäftsjahr nach unten korrigieren, hofft nun aber auf das Internet.

Mit einem Rekordverlust in Höhe von 2,28 Milliarden Mark sowie einem zehnprozentigen Umsatzrückgang präsentierte der japanische Elektronikkonzern NEC im vergangenen Geschäftsjahr das schlechteste Ergebnis in seiner Unternehmensgeschichte. Nach dem Rücktritt des damaligen Firmenchefs sowie der Ankündigung radikaler Sparmaßnahmen - innerhalb von drei Jahren sollen unter anderem 15000 Mitarbeiter entlassen werden - folgten in der vergangenen Woche weitere Details zur Restrukturierung des Unternehmens. Das Neuordnungsprogramm, das rund 1,72 Milliarden Mark verschlingen wird, sieht eine schlankere Unternehmensstruktur sowie eine starke Ausrichtung auf das Internet vor. So laufen in Zukunft sämtliche Geschäfte in den drei eigenständig bewerteten Unternehmensbereichen NEC Solutions, NEC Networks sowie NEC Electron.

Eigener Internet-Provider ist neuer HoffnungsträgerAußerdem erklärte NEC-Chef Koji Nishigaki vor der Presse in Tokyo, daß sich sämtliche Ressourcen auf den Web-Betrieb konzentrieren sollen, wobei sich der firmeneigene Internet-Service-Provider "Biglobe" zur treibenden Kraft entwickeln müsse.

Zum Abschluß der ersten sechs Monate des aktuellen Geschäftsjahres mußte NEC seine Prognosen nach unten revidieren und erwartet nun einen Verlust von rund 908 Millionen Mark. Auch die Gewinnerwartung wurde von gut 432 Millionen auf 172 Millionen Mark heruntergeschraubt, verantwortlich dafür seien der Anstieg des Yen in den vergangenen Wochen sowie die sinkenden Preise für Computerchips. Mit dem verstärkten Internet-Engagement hofft man jedoch, die Talfahrt zu beendeen und bis zum Jahr 2002 einen Umsatz von 52 Milliarden Mark erwirtschaften zu können. Erste Schritte auf dem Weg zu einer Internet-Company zeigen sich bereits in der angekündigten Kooperation mit Intel, die eine Verknüpfung von Biglobe mit dem "Online Service", der neuesten Web-Strategie des Chipgiganten, verknüpfen soll. Intel will rund eine Milliarde Dollar in den Aufbau von Datenzentren investieren, die rund um den Globus verteilt sein sollen und Unternehmen den Einstieg in den E-Commerce anbieten. Der erste Intel Online Service wird mit Hilfe von NEC in Japan etabliert.