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21.06.2002 - 

Softwareanbieter steht wieder "oben ohne" da

Nemetschek schasst seinen CEO

MÜNCHEN (CW) - Der Vorstandsvorsitzende der Nemetschek AG, Gerhardt Merkel, ist aus dem Vorstand ausgeschieden. Merkel räumt somit nach nur anderthalb Jahren seinen Stuhl bei dem Anbieter von Bau- und Architektursoftware. Der Posten bleibt vorerst unbesetzt. Chief Financial Officer (CFO) Gerhard Weiß wird Sprecher des Vorstands.

Merkel gehört mit sofortiger Wirkung nicht mehr dem Vorstand des Softwareanbieters an. Gründe für die erneute Veränderung auf dem Posten des Chief Executive Officer (CEO) wollte das Unternehmen auf Anfrage nicht mitteilen. Merkel, vorher Europa-Chef des japanischen Herstellers von Computermonitoren NEC-Mitsubishi, hatte erst Anfang 2001 den damals 66 Jahre alten Gründer Georg Nemetschek an der Spitze des Neue-Markt-Unternehmens abgelöst. Letzterer steht seit einem Jahr dem Aufsichtsrat vor.

Das Unternehmen korrigierte zuletzt seine Umsatz- und Ergebnisprognose nach unten und kündigte den Abbau von 100 Stellen an. Wegen der Konjunkturkrise in der Bauwirtschaft rechnet die AG für das Gesamtjahr nur noch mit einem Umsatz von 105 bis 110 Millionen Euro. Im März hatte das Unternehmen noch 120 Millionen Euro anvisiert. Merkel hatte auch schon während seiner Amtszeit bei NEC-Mitsubishi den Stellenabbau forcieren müssen.

Als möglicher Grund für Merkels Abschied kursiert die Einschätzung, dass der CEO die angestrebten Zahlen nicht erreichen konnte. Außerdem sei es ihm nicht gelungen, den Softwarehersteller mit neuen Produkten für die Zukunft auszustatten. Nun sei das Angebot nicht mehr wettbewerbsfähig. Aus anderer Quelle hieß es, dass sich Merkels Verhältnis zu Gründer und Aufsichtsratschef Nemetschek in den vergangenenen Monaten verschlechtert habe.