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22.02.2002 - 

Produkte & Technologien

.NET, J2EE und Web-Services

MÜNCHEN (CW) - Microsoft zufolge ist .NET mehr als nur eine Technik zum Schreiben XML-basierender Web-Services. Sie soll die Softwareentwicklung grundlegend verändern. Allerdings verfängt die Strategie der Gates-Company bislang nur bei wenigen Softwareanbietern.

Auch die meisten Hersteller von ERP-Produkten für Windows bleiben lieber auf bewährtem Terrain. Sie überlegen lediglich, wie die .NET-Technik bestehende Funktionen in Teilbereichen ergänzen kann. So könnte zum Beispiel die Common Language Infrastructure in der Client-Entwicklung Verwendung finden.

Herstellern wie Navision zufolge ist jedoch das Interesse an .NET bei den Anwendern gering. Das gilt allerdings für Web-Services generell, egal ob sie auf .NET oder anderen Techniken basieren. Auf der Fachkonferenz für objektorientiertes Programmieren, die im Januar 2002 stattfand, hat sich gezeigt, dass nur wenige Teilnehmer solche Dienste bereits nutzen wollen.

In der Praxis gebe es zudem noch Mängel bei den angehenden Standards, meinen Experten. So könnten zum Beispiel nicht standardisierte Header in Soap-Nachrichten zu Problemen beim Routen und Auslesen führen. Inkompatible Herstellerimplementierungen seien dafür die Ursache. Auch die Web Services Description Language lasse Raum für Interpretationen und beschreibe die Funktionsweisen einzelner Dienste nicht exakt.

Dennoch stellen immer mehr Anbieter technische Infrastrukturen für Web-Services zur Verfügung. SAP zum Beispiel vermarktet sie unter dem Label "Mysap Technology". Die Umgebung soll sowohl eigene Anwendungen als auch die Software anderer Anbieter integrieren können. Allerdings bauen die Walldorfer nicht auf Microsofts .NET, sondern auf J2EE-Applikations-Server. Ziel ist es unter anderem, CRM-Frontends und Prozesse wie SCM in bestehende ERP-Umgebungen zu integrieren.

Auch Anwendungen wie Lotus Notes werden mit Web-Services verknüpft. So sollen sich in zukünftigen Versionen der Groupware Funktionen zur Teamarbeit über Java-Schnittstellen in Geschäftsanwendungen einbauen lassen. Plattform ist hier naturgemäß die Websphere-Infrastruktur des Mutterkonzerns IBM. (lex)