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18.11.2004

Netapp setzt Grid-Konzept in Speicherumgebungen um

Die neue Version des Betriebssystems "Data Ontap 7G" erlaubt Snapshots und dynamische Virtualisierung.

Network Appliance hat mit Data Ontap 7G die nächste Version des Betriebssystems für die hauseigene Hardware vorgestellt. Das Ziel des Herstellers ist es, Grid-Architekturen auch in Speicherumgebungen umzusetzen und jeder Operation den passenden Speicherplatz auf Anfrage bereitzustellen. Die neue Version sei auf Speicher-Grids hin entwickelt worden, erklären die Netapp-Verantwortlichen und verweisen auf die neuen Funktionen "Flexvol" und "Flexclone".

Flexvol ist als kostenloses Werkzeug im Betriebssystem enthalten und dient der "dynamischen Virtualisierung". Die Lösung - auch als "Thin Provisioning" bezeichnet - teilt Festplattenkapazität zu, die physikalisch nicht vorhanden ist: Wenn eine Anwendung mehr Platz benötigt, fügt der IT-Administrator nur zusätzliche Platten hinzu. "Anders als die Allokation von Speicher an eine Anwendung ist das Hinzufügen von zusätzlichen Festplatten sehr einfach", erklärt Tony Asaro, Analyst der Enterprise Storage Group, den Unterschied zur herkömmlichen Speichervirtualisierung. Dank dieser Eigenschaft kann sich Flexvol über viele Arrays erstrecken und das dynamische Provisionieren auf mehrere Applikationen anwenden.

In Virtualisierungskonzepten anderer Hersteller wird einer Applikation zusätzliche Festplattenkapazität für das Datenwachstum zur Verfügung gestellt. Der Administrator alloziert der Anwendung einen Speicherplatz, was einen nicht unerheblichen Verwaltungsaufwand bedeutet. Sie neigen deshalb dazu, den Speicherbedarf großzügig zu dimensionieren. Netapp dagegen verspricht sich vom neuen Konzept eine bessere Kapazitätsauslastung: Sie soll von derzeit 40 bis 50 Prozent auf bis zu 100 Prozent steigen.

Offenbar ist auch die IBM von diesem Konzept überzeugt und will es in ihre Virtualisierungslösung "SAN Volume Controller" implementieren. Bislang bieten nur kleinere Speicherfirmen wie 3 Par Data, Lefthand Networks und Permabit Virtualisierung mit Thin Provisioning an.

Die zweite neue Funktion "Flexclone", die Ontap 7G unterstützt, dient dem Clonen von Datensätzen für Tests, Entwicklung und Simulation. Mit dem Werkzeug sollen sich bis zu 256 wieder überschreibbare Snapshots pro Volume erzeugen lassen. Das Clonen soll dabei nach Herstellerangaben "blitzschnell und Speicherplatz sparend" erfolgen. Im Gegensatz zu anderen Lösungen beansprucht die Kopie nur Kapazität für die Änderungen und nicht für den Original-Datensatz.

Für die "G-Filer"-Gateways, die ebenfalls unter dem neuen Betriebssystem laufen, bietet Netapp nun den Datenzugriff von Host-Rechnern über Fibre Channel an. Außerdem wurde die Liste der von den G-Filern unterstützten Speichersysteme um Hewlett Packards "XP12000" und Big Blues Mittelklassesystem "DS4000" erweitert. (kk)