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26.03.1999 - 

Netdynamics versteht Microsoft-Komponenten und MTS

Netdynamics versteht Microsoft-Komponenten und MTS Sun stellt Applikations-Server ins Zentrum der Softwarestrategie

MÜNCHEN (gfh) - "Netdynamics" soll den Softwerkern von Sun den Weg zur Unternehmens-DV der Anwender ebnen. Zu diesem Zweck wurde der Applikations-Server in der Version 5 um Integrationsmöglichkeiten für die Microsoft-Welt ebenso wie für Großrechner erweitert.

"Die Kraft hinter dem Portal" will Sun mit dem Applikations-Server sein. Ziel ist es, die Kunden mit Hard- und Software für alle Plattformen inklusive Windows NT zu beliefern, Dienstleistungen anzubieten und ihnen mit Entwicklerprogrammen zu helfen, Portale zum Consumer-Markt oder zu Geschäftspartnern zu errichten. Für die Anbindung der Unternehmens-DV an das Netz soll der Kunde keinen anderen Anbieter mehr brauchen als Sun.

Dieses anspruchsvolle Softwarekonzept von Sun stützt sich fast ausschließlich auf Java-Techniken sowie den Applikations-Server. Tatsächlich glänzt Netdynamics mit hoher Skalierbarkeit und Offenheit für Fremdsysteme. Das Produkt konnte sich daher schon einen erklecklichen Marktanteil in den großen Unternehmen erobern. Dafür können Mitbewerber wie Bea und IBM auf weit mehr Erfahrung bei der Integration mit der Unternehmens-DV insbesondere im Großrechnerbereich verweisen. Im Microsoft-Umfeld, das für Sun lange als nahezu tabu galt, ist insbesondere die IBM schon länger erfolgreich tätig. Auch beim Engagement für Java-Techniken steht Big Blue dem Erfinder der Technik kaum nach. Die Lücken gegenüber Mitbewerbern will Sun vor allem durch Partner und Akquisitionen ausgleichen.

Seine Ziele verfolgt Sun in der aktuellen Version 5 von Netdynamics unter anderem durch Offenheit für andere Plattformen. So wird der Applikations-Server auch für die Unix-Derivate von Hewlett-Packard und IBM sowie für Microsofts Server-Betriebssystem Windows NT angeboten. Zudem lassen sich nun eine Reihe von Entwicklungssystemen wie "Rational Rose" und "Erwin" für die Modellierung, "Visual Café" und "Jbuilder" für die Programmierung und Testwerkzeuge von Rational, Mercury und Segue einbinden.

Die Fachleute in den Rechenzentren sollen mit der hohen Skalierbarkeit des Produkts gewonnen werden. Netdynamics schafft laut Sun täglich laut TPC/W- Benchmark 225 Millionen Zugriffe. Das populäre Web-Portal von Yahoo bewältigt 167 Millionen Zugriffe. Es fällt auf, daß die in großen Unternehmen wichtigen Tools der IBM wie etwa "Visual Age" fehlen.

Ein weiteres Argument für Suns Applikations-Server ist die Integration in die vorhandene Unternehmens-DV. Schon in den bisherigen Versionen wurden die betriebswirtschaftlichen Pakete von Peoplesoft und SAP über sogenannte "Platform Adapter Components" (PAC) eingebunden sowie alle wichtigen relationalen Datenbanksysteme. Nun kommt noch das IMS-Daten-haltungssystem der IBM sowie deren Transaktionsmonitor "Cics", das asynchrone Messaging-System "MQ Series" und die AS/400 als Plattform hinzu. Auf Client-Seite wird jetzt Microsofts Component Object Model (COM) inklusive des "Microsoft Transaction Server" (MTS) und der Programmiersprache Visual Basic unterstützt.

Für technikbegeisterte Kunden liefert Sun in einem für den Spätsommer versprochenen Release 5.1 die Unterstützung der Bezeichnungssprache XML, die den Anwendern helfen soll, strukturierte und unstrukturierte Daten im Unternehmen, aber auch mit Partnerfirmen auszutauschen. Dann wird auch der für E-Mails nützliche Verzeichnisdienst Lightweight Directory Access Protocol (LDAP) integriert. Bereits in der für Ende dieses Monats angekündigten Version werden Enterprise Javabeans (EJB) sowie das neue Netzkonzept "Jini" unterstützt. Mit letzterem sollen sich netzweit ad hoc Komponenten und Dienste nutzen lassen.