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23.02.2015 - 

Channel soll animiert werden

Netgear attackiert HP und Cisco mit Chassis-Switch

Ariane Rüdiger ist freie Autorin und lebt in München.
Netzwerkspezialist Netgear bringt seinen ersten Chassis-Switch auf den Markt, der den Marktführer durch viele inkludierte Features, ein spezielles Channel-Programm und kleine Preise Marktanteile abjagen soll.
Netgear Chassis-Switch M6100: Hohe Portdichte, eine passive Backplane, integrierte Redundanz und keinerlei Software-Zusatzkosten sollen Anwender von Netgears Chassis-Switch M6100 überzeugen.
Netgear Chassis-Switch M6100: Hohe Portdichte, eine passive Backplane, integrierte Redundanz und keinerlei Software-Zusatzkosten sollen Anwender von Netgears Chassis-Switch M6100 überzeugen.
Foto: Netgear

Mit ProSafe M6100 betritt Netgear den Markt der Chassis-Switche, wobei der Hersteller mit der Produktserie besonders die Unternehmen bis 2000 Arbeitsplätze adressiert. Dort kkannd er Switch unterschiedlich konfiguriert auf Core-, Distributions- und Access-Ebene eingesetzt werden. Für mehr Nutzer empfiehlt Netgear die Geräte vor allem auf der Distributions- beziehungsweise Access-Schicht von Netzwerken.

Die Geräte besitzen eine komplett passive Backplane, weshalb das Chassis eine fehlerfreie Nutzungszeit von "4000 Jahren" (Systemingenieur Tobias Troppmann bei der Präsentation des Geräts) aufweist. Die Backbone hat eine Routing-/Switching-Leistung von 1,4 TBit/s. Jeder Slot wird über zwei 40-G-Verbindungen mittels eines proprietären Protokolls an die Backbone angebunden.

In das 4U-Gehäuse passen derzeit bis zu drei Einschubboards, die mit unterschiedlichen Port-Kombinationen ausgerüstet sind. Je nach gewählten Einschüben lassen sich mit drei gleichen Boards 144 RJ45-Ports mit 10/100/1000 GBit/s Ethernet, 120 SFP-Ports für 100 oder 1000 GBit/s Ethernet, 72 RJ45-10GBase-T-Ports oder 48 SFP+-Ports für 1000/10GBase-X realisieren, daneben ist auch jede Mischung der derzeit vier Board-Typen möglich.

Separate Managementboards gibt es nicht. Das erste Board in jedem Chassis wird automatisch Supervisor, das zweite dessen Stellvertreter, der bei Ausfall des ersten "innerhalb von nur vier Pings" (Troppmann) die Arbeit des ausgefallenen Boards übernimmt, Währenddessen läuft die Datenverarbeitung über den Cache-Speicher der intakten Boards weiter. Der M6100 liefert Funktionen der Netzwerkschichten 2, 3 und 4 für IPv4 und IPv6.

Mittels Aufsteckkarten auf die Boards ist für jeden Port PUE+ oder der Nachbau der Cisco-Entwicklung UPOE möglich. Letztere Technik liefert jedem angeschlossenen Endgerät durch Ausnutzung aller verfügbaren Adern 60 Watt Leistung. Weil dies in Summe bis zu 6000 Watt macht, arbeitet das Gerät mit bis zu acht Stromversorgungen. Drei Lüfter verhindern Überhitzung. Ein Starterkit wird mit einem Board und einer POE-Tochterkarte, einem Netzteil und einem Lüfter ausgeliefert.

Alle Softwarefunktionen sind im Preis inkludiert, zusätzliche Lizenzkosten fallen also nicht an. Dazu gehören beispielsweise Rechenzentrumsprotokolle wie DCBX, PFC, ETS oder FIP Spoofing. Für die Geräte übernimmt Netgear lebenslang die Garantie. Preislich sieht sich Netgear weit unter den Geräten marktführender Wettbewerber, machte zu Portpreisen aber keine konkreten Angaben.

Tobias Troppmann, Systemingenieur bei Netgear: "Durch die passive Backplane und intelligente Boards kann das Chassis im Grunde nicht kaputtgehen."
Tobias Troppmann, Systemingenieur bei Netgear: "Durch die passive Backplane und intelligente Boards kann das Chassis im Grunde nicht kaputtgehen."
Foto: Ariane Rüdiger

Der Channel, der den M6100 ausschließlich verkaufen wird, soll durch das spezielle Programm "Netgear macht Heavy Metal" zum Absatz der Systeme animiert werden. Channelpartner erhalten für jedes gemeldete Projekt den doppelten Projektregistrierungsrabatt und weitere 5 Prozent Rabatt, wenn sie eine Case Study erstellen. Dazu kommt eine Karte zu einem Rockkonzert - wird das Projekt gewonnen, eine zweite.

Weiter erhalten Reseller drei Prozent Werbekostenzuschuss auf den M6100-Umsatz, bei mehr als 15000 Euro Umsatz pro Quartal sogar fünf Prozent. Demo-Equipment, das nicht weiterverkauft werden darf, gibt es 30 Prozent billiger. Reseller, die die Geräte verkaufen wollen, müssen zwei Sales- und zwei Technik-Mitarbeiter einen Technik-Workshop absolvieren lassen. Bis zu 50 Partner will Netgear in Deutschland in nächster Zeit so qualifizieren. "Damit wollen wir im ersten Jahr zwei bis drei Prozent des Marktes zu gewinnen", sagt Jörg Lösche, der für das Geschäftsführer Zentraleuropa bei Netgear. Die Geräte sind sofort verfügbar.

Laut der Fachhandels-Vergleichs-Plattform ITscope beträgt der empfohlene Verkaufspreis für den "ProSafe M6100"-Chassis-Switch 5.849 Euro, der Händlereinkaufspreis (HEK) in der Distribution beträgt 4.500 Euro. Nach Auflistungen von ITscope ist der Netgear-Chassis-Switch "ProSafe M6100" bei Also, Tech Data, Ingram Micro und bei everIT erhältlich. (rw)

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