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27.06.2003 - 

Neue Lösungen gegen unerwünschte elektronische Post

Netiqs Mailmarshal verhaftet Spam-Botschaften

MÜNCHEN (CW) - Immer mehr Hersteller wollen an der Spam-Plage verdienen. Mit "Mailmarshal" bringt jetzt auch Netiq ein Produkt auf den Markt, das 95 Prozent der ungewollten E-Mails abblocken soll. Microsoft hingegen hat eine Technik entwickelt, die Server von Massenversendern in die Knie zwingen soll.

"Mailmarshal 5.5 SMTP" bedient sich eher konventioneller Methoden, um Spam zu filtern: Anhand lexikalischer Analysen untersucht das Tool eingehende E-Mails sowie mit ihnen verschickte Dateien und unterzieht deren Absender einem "gewichteten Contact-Scanning", um unerwünschte Inhalte zu erkennen und abzufangen. Mailmarshal lässt sich nach Angaben des Herstellers zusammen mit unterschiedlichen Simple-Mail-Transfer-Protocol-(SMTP-) basierenden Löungen einsetzen. Dazu gehören "Sendmail", Novells "Groupwise", "Lotus Domino", "Linux Mail-Server" und Microsofts "Exchange".

Die Software ergänzt Netiqs Marshal-Reihe von Content-Security-Lösungen. Der Preis: Die Small-Business-Lizenz für 75 Mitarbeiter und einen Server kostet rund 1300 Dollar. Die Enterprise-Lizenz für vier Server schlägt mit 2000 Dollar zu Buche, zu denen pro 100 Benutzer weitere 750 Dollar hinzukommen.

Im Gegensatz zu Netiq versucht Microsoft, das Spam-Problem auf andere Weise zu lösen. Der Hersteller hat ein Verfahren entwickelt, das er "Computational Challenge" nennt: Beim Erhalten einer elektronischen Nachricht antwortet der Client, indem er dem Urheber der Mail einen Algorithmus schickt, den dieser berechnen muss. Handelt es sich um eine individuelle Kommunikation, spürt der versendende Computer davon nichts. Einen Massen-Mailer würde dieses Verfahren unter Umständen jedoch rechnerisch in die Knie zwingen.

Nach Angaben von Ryan Hamlin, General Manager von Microsofts Anti-Spam-Technology- und Strategy Group, befindet sich das Verfahren bereits in der Produktentwicklungsphase. Der Hersteller plant, die Technik in die Client-Software Outlook und MSN zu integrieren. Eventuell könnte sie auch Bestandteil des Exchange Servers werden. Preise und Verfügbarkeit sind noch nicht bekannt.

Unternehmen wie der amerikanische Service-Provider Earthlink arbeiten derzeit an ähnlichen Verfahren. Nach dem Prinzip des "Challenge Response" (Aufforderung zur Antwort) soll der Sender zuerst eine Aufgabe erledigen, bevor seine Nachricht beim Empfänger akzeptiert wird. (ave)