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20.08.2004 - 

Exchange-Alternative bindet Outlook ein

Netline stellt Groupware Open Source

Das amerikanische Softwarehaus Novell vermarktet das Netline-Produkt "Open-Xchange Server" unter dem Label "Suse Linux Openexchange Server". An der Zusammenarbeit zwischen beiden Firmen wird sich auch nach Freigabe des Quellcodes Ende August nichts ändern. Den Sourcecode können Interessierte unter www.open-xchange.org oder www.openexchange.com herunterladen.

Nach Angaben von Netline-Chef Frank Hoberg soll die Messaging-Software ähnlich wie MySQL über zwei Lizenzmodelle angeboten werden. Die Datenbanksoftware ist sowohl als kostenlose Variante für jedermann als auch als kommerzielles Produkt erhältlich, etwa für Reseller. Letzteres kommt für Firmen zum Tragen, die ihre auf MySQL aufsetzende Software nicht als Open Source zur Verfügung stellen möchten. Genau dies sieht aber die Open-Source-Lizenz vor.

Keine Services für die quelloffene Version

Im Gegensatz zum kostenpflichtigen Netline-Produkt wird es für den freien Server keinen Support, Wartung oder kundenspezifische Anpassungen geben. Außerdem fehlen Produkte von Drittanbietern, etwa für das Backup.

Open-Xchange beinhaltet einen E-Mail-Server, Kalenderfunktionen, Aufgabenverwaltung, Diskussionsforen und eine Dokumentenverwaltung. Die Software lässt sich mit einem gängigen Browser bedienen und ist so für Windows-, Linux-, Mac- und Palm-Anwender gleichermaßen zugänglich. Kostenpflichtige Konnektoren binden Windows-Desktops ein. Outlook-Nutzer können so auf im Server vorgehaltene E-Mails, Kalender, Aufgaben und Dokumente zugreifen. Somit bietet Netline beziehungsweise Novell eine Alternative zu Microsofts "Exchange Server".

Novell fährt in Sachen Messaging zweigleisig: Einerseits liefert die Firmentochter Suse Linux den Openexchange Server aus, andererseits vermarkten die Amerikaner das hauseigene Groupware-Produkt "Groupwise". Obwohl sich Groupwise besser für große Umgebungen eignet und beispielsweise den Betrieb mehrerer Instanzen eines Post-Office zulässt, überschneiden sich Systeme erheblich.

"Wir überlegen derzeit, ob es nicht besser wäre, beide Lösungen zu verschmelzen", so Ed Anderson, Vice President Marketing der Nterprise Platform Services, im Gespräch mit der COMPUTERWOCHE. Einen Zeitplan dafür gibt es allerdings noch nicht. "Die Fusion von Novell und Suse ist erst sechs Monate alt", so Anderson. (fn)