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08.05.1998 - 

Gespräche mit Investoren gescheitert

Netpower gibt das Geschäft in Europa auf

Von den Maßnahmen betroffen sind jeweils zwei Niederlassungen in Großbritannien und Deutschland (München, Köln) sowie ein Stützpunkt bei Paris. Ab sofort sind in Europa keine Produkte des Herstellers mehr erhältlich. In einer Erklärung der in München ansässigen Netpower Deutschland GmbH gibt das Unternehmen finanzielle Schwierigkeiten in den USA und damit verbundene Unsicherheiten in der Produktverfügbarkeit als Gründe an.

Die Bereiche Fertigung und Logistik hätten mit dem starken Absatzwachstum nicht Schritt halten können, erklärte Gerhard Burtscher, Vice-President für Europa. Daraus resultierende Lieferfristen von vier bis sechs Wochen seien im hart umkämpften Workstation-Markt, in dem Netpower eine Strategie der technologischen Führerschaft verfolgt habe, nicht akzeptabel. Deshalb habe man versucht, die Rechnerproduktion an einen großen PC-Hersteller abzugeben. Das Unternehmen hätte sich so auf die Kernkompetenzen bei Grafiksubsystemen und Treibern konzentrieren können. Entsprechende Komponenten machten etwa 20 Prozent des gesamten Produktwerts aus. In den Workstation-Marktsegmenten CAD und Digital Media sei man mit dieser Strategie überaus erfolgreich gewesen.

Ohne einen Kooperationspartner seien die dringend notwendigen Größenvorteile bei Einkauf und Produktion nicht erreichbar, gibt sich Burtscher resigniert. Für die Kunden sei dies kein gutes Signal: "Die schiere Größe hat wieder einmal gewonnen."

Die Wartung der installierten Systeme möchte Netpower auch weiterhin garantieren. Diesbezügliche Verhandlungen mit Servicefirmen und mit ehemaligen Konkurrenten seien aber noch nicht abgeschlossen, so Burtscher weiter. Kunden würden voraussichtlich bis Mitte Mai darüber unterrichtet, wer künftig den Support übernehmen wird.

Welche Auswirkungen der Rückzug vom europäischen Markt auf die Muttergesellschaft Netpower Inc. mit Sitz im kalifornischen Sunnyvale haben wird, ist derzeit noch offen. In jedem Fall seien jedoch "erhebliche Einschnitte im gesamten operativen Umfeld zu erwarten", heißt es in der offiziellen Verlautbarung.