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21.02.1997 - 

Groupware-Debatte erneut entflammt

Netscape-CEO attackiert Microsoft und Lotus

Zehn Milliarden Dollar werden im Jahr 2000 mit Groupware-Lösungen umgesetzt, so Barksdales Prognose. Diese Zahl vor Augen, versuchen die Player sich eine möglichst gute Ausgangsposition zu verschaffen, was in letzter Zeit auch häufig durch verbale Kampfansagen geschehen ist.

Der Netscape-CEO attackierte auf der japanischen Messe namentlich Microsoft und Lotus. Sie bieten mit ihrer Software seiner Meinung zufolge proprietäre Lösungen an, die im geschäftlichen Umfeld jegliche Flexibilität ersticken. Etwas anderes sei es mit dem eigenen "Communicator", der auf offenen Internet-Standards basiere.

"Ich neige dazu, diese Produkte aus dem Blickwinkel des Käufers zu betrachten", rechtfertigte der Manager seine Aussagen, "und ich möchte daher niemals mehr in proprietärer Technologie verfangen sein." Microsofts Entwicklungstechnik Active X schränke etwa den Datenaustausch auf Partner mit 32-Bit-Windows-Betriebssystemen ein. Indem Lotus seine Groupware "Notes" nachträglich mit Internet-Techniken ausrüste, gestehe es die Richtigkeit der Netscape-Strategie ein, die auf offene Standards setzt.

Die Kritik führt eine Debatte fort, in deren Verlauf sich die Wettbewerber Lotus, Microsoft und Netscape mit ihren Produkten jeweils als die zentrale Instanz im Extranet-Markt profilieren wollen. Netscape manövriert sich mit der Kritik in eine unbequeme Position, denn die IBM ist einerseits der größte Distributor des Communicator, anderseites aber auch die Muttergesellschaft des nunmehr scharf angegriffenen Konkurrenten Lotus.