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25.10.1996 - 

Kommentar

Netscape hat dazugelernt

Netscape hat mit seiner Entscheidung für die Unterstützung der Microsoft-Technologie nicht klein beigegeben, sondern erschließt sich vor allem neue Märkte. Wer auf die Schreibtische der Anwender will, um ihnen "information at their fingertips" zu geben, kommt nun einmal nicht an Bill Gates vorbei. Vor allem dann nicht, wenn die Schreibtische in Unternehmen stehen.

Netscape, erst vor zwei Jahren gegründet, hat sich mittlerweile an der geballten Marketing-Power in Redmond die Hörner abgestoßen und fängt an, geschäftsmäßiger zu denken und zu handeln. So ist es nur natürlich, daß die angekündigten Produkte für die Zusammenarbeit mit der Software optimiert werden, die am weitesten verbreitet ist und damit einen De-facto-Standard - wenn auch keinen offenen - bildet. Damit wird für Unternehmen der Schutz ihrer Investitionen sichergestellt.

Mit dem Commitment geben Barksdale, Clark und Andreessen ja auch keineswegs ihre Offenheit auf - den Communicator wird es wie den Navigator auf 17 Plattformen geben, die Server laufen unter Unix ebenso wie unter NT, Corba und IIOP werden weiter unterstützt. Und diese Offenheit wird der Garant dafür sein, daß Netscape als unabhängiges Softwarehaus weiterbestehen und seine Programme an den Mann bringen kann.tc