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02.05.1997 - 

Constellation wird zu Netcaster

Netscapes Communicator soll Desktop ablösen

Eine erste Version der Software hatte die Internet-Firma aus Mountain View bereits auf der Comdex Fall 1996 in Las Vegas vorgestellt (siehe CW Nr. 48 vom 29. November 1996, S. 11: "Netscape präsentiert..."). Das Netscape-Konzept einer benutzerspezifischen Arbeitsumgebung wurde in der Zwischenzeit weiter verfeinert.

Zu den wichtigsten Eigenschaften des Netcaster gehören die Unterstützung von Push-Inhalten (vorher ausgewählte Informationen werden in regelmäßigen Abständen automatisch auf den Rechner des Anwenders übertragen) und stark erweiterte Möglichkeiten für Offline-Arbeit. Der Netcaster wurde unter Netscapes Entwicklungsumgebung "One" erstellt und basiert komplett auf den Standards Hypertext Markup Language (HTML), Java und Javascript.

Die ebenfalls in Java erstellte Push-Lösung "Castanet" von Marimba wird vom Netcaster nahtlos eingebunden. Über den "Channel Finder" lassen sich beliebige Castanet-Kanäle auswählen, deren Daten dann regelmäßig gesendet werden. Mit der entsprechenden Castanet-Server-Lösung kann der Netcaster damit zur gezielten Verbreitung unternehmensweiter Informationen verwendet werden.

Daneben kann auch jede andere Web-Seite zum Kanal ernannt werden, mithin lassen sich auch unternehmensspezifische Informationen aus einem Intranet einbinden. Dabei können alle Darstellungsmöglichkeiten von HTML und proprietäre Erweiterungen von Netscape eingesetzt werden: sich überlagernde HTML-Ebenen ("Layers"), individuelle Zeichensätze, die auf dem Zielrechner nicht installiert sein müssen ("Dynamic Fonts") oder eine Ganzseiten-Ansicht ohne jegliche Browser-Elemente (Kiosk- beziehungsweise "Canvas Mode").

Wenn Netcaster im sogenannten "Webtop"-Modus betrieben wird, das heißt eine netzwerkorientierte Datensicht offeriert, können solche Datenkanäle auch permanent mit der Benutzeroberfläche verbunden werden, so daß die Informationen laufend angezeigt werden. In einer Unternehmens-DV kann dabei die Auswahl der Kanäle zentral festgelegt werden.

Web-Seiten im Abonnement

Ausgewählte Web-Seiten lassen sich mit dem Netcaster abonnieren und individuell aktualisiert laden (ein ähnliches Feature bie-tet auch die nächste Version des Microsoft-Konkurrenzprodukts "Internet Explorer" mit seinen "Subscriptions" als Bestandteil des sogenannten Active Desktop). Einstellen läßt sich dabei unter anderem, wie oft die Seiten geladen werden sollen und wie groß der Cache-Speicher maximal sein darf. Downloads können auch im Hintergrund stattfinden und behindern die laufenden Tätigkeiten des Benutzers somit nicht.

Generell sollen sich sämtliche Informationen auch offline bearbeiten lassen, womit die Notwendigkeit eines permanenten Online-Anschlusses wegfällt. Ab der nächsten Betaversion des Communicator, die von Mitte Mai an verfügbar sein soll, ist der Netcaster enthalten und kann unter home.netscape.com aus dem Internet geladen werden.