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01.12.2000 - 

Umsatz und Gewinn rückläufig

Netware-Verkauf bricht ein und beschert Novell ein schlechtes Fiskaljahr

MÜNCHEN (CW) - Zum Abschluss des Geschäftsjahres musste Novell einmal mehr enttäuschende Zahlen ausweisen. Umsatz und Gewinn fielen deutlich. Restrukturierungskosten zogen die Netzwerker im vierten Quartal sogar ins Minus.

Rund 48 Millionen Dollar musste Novell in dem am 31. Oktober beendeten vierten Fiskalquartal für außerordentliche Aufwendungen bereitstellen. Ursache dafür dürften vornehmlich die Entlassungen sein, die Novell kürzlich rund 16 Prozent seiner Belegschaft ausgesprochen hat. Damit sackte das Novell-Ergebnis für die letzte Dreimonatsperiode des Geschäftsjahres 2000 ins Minus. Im Geschäftsbericht wies das US-Unternehmen einen Nettoverlust von knapp 35 Millionen Dollar aus.

Die Ursache für die roten Zahlen allein bei den außergewöhnlichen Restrukturierungsmaßnahmen zu suchen, wäre verfehlt, denn die Umsatzdaten sind ebenso unerfreulich. In den Monaten von August bis Oktober 2000 nahm Novell 273 Millionen Dollar ein. Verglichen mit den Zahlen des Vorjahres, bedeutet dies einen dramatischen Rückgang. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres verbuchten die in Provo ansässigen Softwerker noch Einnahmen in Höhe von 344 Millionen Dollar. Das Geschäft ist demnach um fast 21 Prozent eingebrochen.

Jahresgewinn fällt um 74 ProzentGanz so schlecht fallen die Zahlen für das gesamte Geschäftsjahr nicht aus, zumindest was den Umsatz betrifft. In den letzten zwölf Monaten verkaufte Novell Waren und Dienste im Wert von 1,162 Milliarden Dollar, im Jahr 1999 waren es noch 1,273 Milliarden Dollar. Der Umsatzrückgang beträgt damit moderate 8,7 Prozent.

Das sieht beim Gewinn deutlich anders aus, denn der ist um 74 Prozent abgesackt. Im Jahr 2000 konnte Novell 49 Millionen Dollar auf der Habenseite verbuchen, im Jahr zuvor waren es noch 191 Millionen Dollar. Immerhin, so die gute Nachricht, verfügt Novell noch über knapp 700 Millionen Dollar an Barmitteln und kurzfristigen Investitionen.

Bei Betrachtung des Produktportfolios zeigt sich, dass vor allem der Verkauf von Netware-Produkten gelitten hat. Unter der Rubrik "Directory-Enabled Server OS", die die Flaggschiffe Netware 4 und Netware 5 umfasst, verzeichnete Novell einen Rückgang der Verkaufszahlen um 24 Prozent.

In nahezu allen anderen Produktkategorien konnte Novell hingegen zulegen, im Bereich Dienstleistung, Schulung und Beratung sogar um mehr als 20 Prozent. Dass als Endergebnis dennoch ein Umsatzrückgang zu verzeichnen ist, verdeutlicht die Abhängigkeit Novells vom Netz-Betriebssystem Netware. Die Strategie von CEO Schmidt, mit Produkten wie dem "Border Manager" und "Zenworks" weitere Umsatzträger aufzubauen, ist bis dato noch nicht aufgegangen.