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10.05.1991 - 

Telemation übernimmt den Vertrieb in Deutschland

Network General richtet den Sniffer für Einsatz im WAN ab

MENLO PARK (pg) - Network General hat seinem Netzanalyse-Konzept ein weiteres Produktelement hinzugefügt. Neben Watchdog und Sniffer bieten die Kalifornier jetzt

"Distributed Sniffer Systems" an eine auf dem Client-Server-Prinzip beruhende Lösung zur

Überwachung und Diagnose von Ethernet, Token-Ring- sowie Wide-Area-Netzen.

Der Distributed Sniffer wurde laut Harry Saal, Präsident von Network Generale speziell für den Einsatz in großen, unternehmensweiten Netzen entwickelt. Die Produktlinie stellt nach Ansicht Saals wegen ihres Client-Server-Ansatzes eine neue Art der zentralen Lösung von Problemen in geographisch getrennten Netzen dar.

Das Prinzip: Auf die einzelnen Netzsegmente verteilte intelligente Server analysieren vor Ort die Störungen und kommunizieren über das Netz mit mehreren zentralen Konsolen. Dadurch können Netz-Manager verschiedene Netzsegmente zur gleichen Zeit kontrollieren und analysieren. Ein Server ist in der Lage, bis zu 1024 Stationen zu überwachen.

Das verteilt einsetzbare System leistet Angaben Network Generals zufolge die Kontrolle und Diagnose aller sieben Schichten sowie die Kommunikation mit auf SNMP basierenden Stationen. Es läßt sich daher komplementär zu vorhandenen Kabel-, Hub-, Bridge-, Router, und unternehmensweiten Management-Systemen wie Netview von IBM einsetzend kann aber nicht voll als SNMP-Agent agieren und ist vorerst nicht um Sniffer kompatibel.

Der Distributed Sniffer konzentriert sich dabei auf die Funktion der Fehlerisolierung und Leistungsauswertung des ISO-Netz-Management-Models, die in den proprietären Netzverwaltungssystemen nicht abgedeckt sind. Schnittstellen zu Corporate Wide Management Systems wie Netview oder Netmaster existieren laut Jay Weil, Marketing-Verantwortlicher bei Network General, derzeit nicht, sind für die Zukunft jedoch geplant.

Da von den Sniffer-Servern nur aufbereitete und verarbeitete Daten an der zentralen Konsole angezeigt werden, geht das Konzept des Distributed Sniffer über herkömmliche Probe-Verfahren hinaus. Für den Neu-Manager hat dies den Vorteil, daß der Datenverkehr im Netz aufgrund der sofortigen Auswertung reduziert wird. Jay Weil zufolge war dieser Punkt eine der wichtigsten Forderungen der User.

Gegenwärtig laufen auf den Sniffer-Servern folgende Anwendungen: Das Analyse-Applikationsprogramm, das den Sniffer Analyzern entspricht, und das Monitoring-Programm, das weitgehend die Funktionen des Watchdog erfüllt. Das Analyse-Applikationsprogramm stellt Hilfsmittel zur Fehlerbeseitigung, Performance-Analyse und Netzoptimierung bereit, indem die Datenpakete des Netzes gesammelt und ausgewertet werden. Die Sieben-Schichten-Analyse ist in jedem Netzsegment möglich und beinhaltet laut Network General derzeit über 120 Protokolle.

Trainingsprogramm und Support-Service inklusive

Die Monitoring-Applikation zeichnet automatisch den Datenverkehr auf, erstellt Netz- sowie Stationsstatistiken und löst im Problemfall Alarm aus. Die Meldung wird zur Sniffmaster-Konsole oder zu SNMP-basierten Management-Stationen geschickt. Außerdem gibt das Programm Reports über Netzsegmente aus.

Im Distributed Sniffer System stellen die Sniffmaster-Konsolen die Clients dar, die im Gegensatz zum Sniffmaster nicht mehr auf Basis einer Sun-Workstation unter Unix, sondern auf einer PC-Plattform laufen. Network General habe mit dieser Änderung, so Weil, den Wunsch der Kunden nach DOS respektiert. Die Hardware ist jetzt entweder als 386-Rechner oder als Board erhältlich.

Die Konsolen zeigen sowohl Alarmmeldungen als auch Informationen der verschiedenen Netzelemente an, die von den Sniffer-Servern übermittelt werden. Der Zugriff von der Konsole auf die Server wird durch ein Sicherheitssystem kontrolliert. Software-Upgrades lassen sich laut Network General zentral von einer Konsole aus durchführen.

Das Distributed Sniffer System ist ab Juni 1991 lieferbar. Es wird in Verbindung mit einem Trainingsprogramm und Support-Service angeboten, die lnstallation, Beratung und Unterstützung bei der Wartung der Software einschließen.

Die Preise für die neue Produktlinie werden je nach Applikation und Konfiguration zwischen rund 14 000 und 28 000 Mark liegen.

Die Sniffmaster-Konsole, die aus Software und Board besteht, kommt auf rund 17 300 Mark. Starter-Kits sind in zwei Varianten erhältlich. Ein Kit setzt sich aus zwei Ethernet-Servern mit Netzmonitor und Analyse sowie einem Sniffmaster-Board inklusive Software zusammen und kostet 49 995 Mark, der Preis für das zweite Kit für 4/16-Token-Ring beläuft sich auf 55 420 Mark.