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09.08.2005

Networking aus deutschen Landen

Mit Funkwerk Enterprise Communications gibt es wieder einen Anbieter, der vom Klein- und Heimbüro bis zum Carrier-Segment Netztechnik "Made in Germany" vermarktet.

Die Funkwerk Enterprise Communications GmbH (FEC) mit Sitz in Nürnberg fokussiert sich dabei auf die drei Produktlinien WLAN, IP Access und Telekommunikation. Das Unternehmen entstand aus den Firmen Artem, Bintec Access Networks und der Elmeg Communications Systems GmbH und ist eine Tochter der Funkwerk AG aus Kölleda in Thüringen.

Hier lesen Sie …

• wie FEC als deutsches Unternehmen im Preiskampf mit der amerikanischen Networking-Konkurrenz bestehen will;

• auf welche Produkte sich die Company fokussiert;

• wie sich die Geräte im Detail von der Konkurrenz unterscheiden;

• welchen neuen Weg FEC mit Hilde beschreitet.

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www.computerwoche.de/go/

*73274: VoIP für den Massenmarkt;

*72854: Funkwerk mit kräftigem Plus;

*49316: Funkwerk kauft Bintec.

Unter einem Dach wollen sich die ehemals selbständig agierenden Unternehmen auf die Sprach-Daten-Konvergenz konzentrieren und VoIP- und VPN-fähige Produkte entwickeln. Als Zielgruppe adressiert FEC Anwender vom Privatbereich - oder dem Entry-Level-Segment, wie es bei FEC heißt - bis hinauf in den Carrier-Sektor. Allerdings werde sich das Unternehmen, wie FEC-Manager Bernd Büttner betont, nicht auf den mörderischen Preiskampf einlassen, den Player wie Linksys, D-Link oder Netgear untereinander austragen. Einen 50-Euro-DSL-Access-Router sucht der Anwender denn auch bei FEC vergebens und muss eher mit Preisen von 200 Euro aufwärts kalkulieren.

Eine Preispolitik, die Büttner mit Blick auf die technischen Features seiner Geräte verteidigt. So erstrecke sich die Inhaltsfilterung bei den WLAN-Routern "X2301w" und "X2302w" nicht nur auf eine einfache Analyse des URL-Strings, sondern es würden auch Text- und Bildinhalte der aufgerufenen Seiten für die Klassifizierung herangezogen. Vergebens sucht man bei vielen Konkurrenzprodukten auch die Option, zwei physisch getrennte LANs mit einem einzigen Zugangsgerät zu realisieren. Eine Möglichkeit, die etliche FEC-Geräte offerieren, da sie häufig einen abgesetzten LAN-Port besitzen. Auch in einem anderen wesentlichen Punkt unterscheiden sich die Networking-Produkte "Made in Germany" von der meist US-amerikanischen Konkurrenz: Im ISDN-Land Deutschland gehört bei Funkwerk die Nutzung des digitalen Telefonnetzes als Backup-Medium noch zum guten Ton. Zudem offeriert das Unternehmen eine Multi-CAPI, worauf Büttner besonders stolz ist, "denn damit können die Produkte beispielsweise im Netz zentral zum Faxversand von den Arbeitsplätzen genutzt werden".

Pfiffiger Funkadapter

Als weitere Eigenschaft, die das eigene Portfolio von anderen Angeboten in dieser Preisklasse unterscheidet, nennt Büttner einen "preconfigured Rollout", um etwa Gateways oder Router in entfernten Standorten installieren zu können.

Über diese Details hinaus hat die Company einige pfiffige Lösungen im Programm wie etwa den WLAN-Adapter "artem W100". Das nur 100 Gramm schwere zusammenklappbare Gerät lässt sich nämlich unterwegs nicht nur als WLAN-Client, sondern auch als Access Point nutzen, um etwa auf Konferenzen oder Messen einen temporären Hotspot einzurichten. Dabei wartet der Funkadapter mit Transferraten von bis zu 54 Mbit/s gemäß IEEE 802.11g auf.

Eine andere Produktlinie hat FEC mit "Hilde" für Carrier und Unternehmenskunden in der Pipeline. Mit Hilde soll eine flexible Multiservice-Plattform entstehen, die als Gateway beim Anwender den Netzabschluss gegenüber dem Provider-Netz bildet. Um möglichst flexibel auf die Anforderungen von Anwendern und Carriern reagieren zu können, verfolgt FEC bei Hilde ein Prinzip, das von großen Chassis-Switches beziehungsweise -Routern bekannt ist: Eine Backplane erlaubt den Einsatz unterschiedlicher Module etwa für WLAN, LAN-Interfaces und ISDN-Schnittstellen. Gleichzeitig sollen die Geräte aber nicht viel mehr als die heute üblichen integrierten Service-Router kosten. Diesen Spagat bewältigt FEC bei Hilde dadurch, dass die Geräte im Kern zwar eine Backplane besitzen, aber auf preistreibende Einschub-Slots, mit denen der Anwender die Geräte selbst bestücken kann, verzichtet wird. Aufbauend auf diesem Prinzip will FEC später die Produkte nach den Anforderungen von Großkunden fertigen. (hi)