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08.03.1996 - 

Komponenten fuer Professionals und den Consumer-Markt

Networking-Pionier Proteon will mit Internet-Access reuessieren

Mit dem Statement: "Wir haben alles andere als geschlafen", war Daniel Capone, President und CEO von Proteon, vor der Presse in Muenchen sichtlich bemueht, die Tatsache zu widerlegen, dass es um das schon 1974 gegruendete Unternehmen seit laengerer Zeit relativ still ist. Nach einem kraefigen Umsatzeinbruch Anfang der neunziger Jahre, als kurzzeitig auch rote Zahlen geschrieben wurden, hat die Company nun offenbar wieder deutlich Oberwasser und kann die Fruechte inzwischen durchgefuehrter Restrukturierungsmassnahmen ernten. Das Geschaeftsjahr 1995 schloss Proteon jedenfalls eigenen Angaben zufolge mit dem bisher hoechsten Gewinn (8,2 Millionen Dollar nach Steuern bei einem Nettoumsatz von 75,3 Millionen Dollar) in seiner Firmengeschichte ab.

Brueckenschlag von LANs zu globalen Netzwerken

Fuer weiteren Erfolg soll nun eine Art neue Corporate Identity sorgen; man versteht sich kuenftig (neben den alten Geschaeftsfeldern Token-Ring-Adapter und Ethernet-Switches) vor allem als Anbieter von Network-Access-Loesungen. Im Klartext bedeutet dies den Brueckenschlag zwischen dem Soho-Markt (Soho=Small Office, Home Office), Workgroups und LANs in entfernten Standorten hin zum jeweiligen Corporate Network sowie den globalen Netzen grosser Carrier und natuerlich dem Internet. Neuer Eckpfeiler im Produktportfolio ist dabei die schon im Herbst 1995 in den USA vorgestellte Globetrotter-Serie, eine auf den Internet- beziehungsweise Soho-Markt abzielende Familie von Fernzugriffskomponenten mit Routing-Funktionalitaet.

Aehnliches gilt fuer die auch schon 1995 unter der Bezeichnung "Remote Branche Exchange" (RBX) praesentierten konventionelleren Loesungen RBX 200, 250 und DNX 300. Leistungsstarke Router fuer entfernte Standorte, die sich in das jeweilige Unternehmensnetz einklinken wollen, kompakt in der Groesse und unter 2000 Dollar im Preis, heisst dabei die Devise der RBX-Serie. Mini-Router statt Modem ist hingegen das Motto der Globetrotter-Serie, mit der sich je nach Modell ("60", "62" und "100") der Internet-Zugriff fuer eine Gruppe remoter Anwender zu Hause, aber auch fuer die an ein segmentiertes Ethernet-LAN (maximal vier Ports) angeschlossenen End-User realisieren laesst. Schon im Preis von 995 Dollar (fuer das Modell 62) ist dabei laut Proteon die Unterstuetzung von LAN- Protokollen wie IP, IPX und Appletalk inbegriffen.

Die Frage "Router oder Modem?" zielt natuerlich in erster Linie auf professionelle Anwendergruppen ab. Wer auf den Internet- und Soho- Markt schielt, muss allerdings auch, wie Capone offen zugab, ein Auge auf das riesige Potential der privaten Consumer werfen. Hier will die Company ihr Engagement gegebenenfalls vertiefen. Entsprechende Gespraeche mit Internet-Service-Providern (fuer deren Account-Verwaltung Proteon in Kuerze eine eigene Loesung vorstellen will) und Handelsketten sollen demnaechst beginnen. Ansonsten bleibt bei Proteon alles beim alten: Die klassischen Networking- Produkte werden ueber Distributoren beziehungsweise Value-Added- Reseller wie Atlantik Systeme, Alcatel, Motorola oder Racal Datacom vertrieben.