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18.12.1992 - 

High-Tech aus Israel: Vom kleinsten Modem bis zum großen Hub

Networking: Rad-Gruppe fächert Produkte auf zwölf Firmen auf

TEL AVIV (CW) - Das kleinste Modem der Weit, so zumindest das Guiness-Buch der Rekorde, kommt aus Israel. Doch hinter dem Anbieter RAD Data Communications steckt mehr als pur ein einfacher Modem-Produzent. Die Firma ist Mitglied der RAD Group, einer Unternehmensgruppe in Tel Aviv, die High-Tech-Connectivity-Lösungen für LANs und WANs anbietet.

Das Firmenkonsortium besteht aus zwölf Tochterfirmen. die in Networking-Nischen arbeiten. Die Gruppe, die sich auf' der CeBIT 1993 erstmals mit, allen Töchtern in Deutschland präsentieren will, konnte ihren Umsatz von 250 000 Dollar in Jahre 1983 auf geschätzte 110 Millionen Dollar 1992 steigern Erfolgreichstes Einzelunternehmen der Gruppe ist Lannet. Die Firma, seit 1991 an der US-Börse, erzielte in den ersten neun Monaten 1992 eine Umsatzsteigerung von 102 Prozent.

Neben Konvertern, Multiplexern und Repeatern für 3270 und Midrange-Umgebungen stellt Lannet Hubs für lokale Netzwerke her. Die "Multinet II" Hubs mit fünf beziehungsweise 18 Einschub-Slots besitzen einen Hochgeschwindigkeits-Bus der Transferraten von 1,2 Gbit/s ermöglichen soll. Neben Modulen für Ethernet, Token Ring, Localtalk und FDDI will das Unternehmen 1993 Module für Breitbandanwendungen wie Video etc. anbieten, die die ATM-Fähigkeiten der Hubs nutzen. Die Lannet-Produkte werden in Deutschland über die Telemation GmbH, Kronberg, vertrieben.

Im Bereich des lnternetworking ist die Lannet-Schwester RND tätig. Neben diversen Brücken und Routern für, Ehthernet und Token Ring hat RND den Multiprotokoll-Bridge-Router "Opengate im Programm Bestückt wird das Gerät mit Modulen, die auf paralleler RISC-Technologie basieren. Laut Daniel Levy, Marketing Manager können je nach Bedarf Eternet-, Token-Ring- und FDDI-Module eingesetzt werden Die Verbindung, LANS und WANs erfolgt dabei über T1/E1 und partielle T1/E1-Verbindungen, ISDN sowie Frame Relay. RND arbeitet in Deutschland mit den Distributoren Internet GmbH, München, TGS-Telonik

GmbH Köln, Telemation sowie Magellan Netz werke GmbH, Niederkassel, zusammen.

Anwender mit häufig wechselndem Arbeitsplatz finden bei der RAD-Tochter Silicom Pocket-Netzadapter für Notebooks oder Laptops zur Anbindung an Token Ring, Ehernet, Arcnet. Für die modular aufgebauten Adapter, die an die Drucker-Schnittstelle angeschlossen werden, sind verschiedene Kabel-Interfaces erhältlich. Laut Silicon kann bei den ab. Januar lieferbaren Modellen auf eine externe Stromquelle verzichtet werden, da diese dann die Versorgungsspannung über die parallele Schnittstelle beziehen.

Für Anwender, die Probleme mit ihren WANs Haben, bietet Radcom, das vierte Tochterunternehmen im Bunde, einen RISC-basierten Analyzer an Die externe, transportable Unit übernimmt die Anayse der Datenströme im WAN. Über einen Parallel-Port wird das Gerät zur grafischen Präsentation der Messungen an einen PC oder Notebook angeschlossen. Zur Zeit sind ein Frame-Analyzer- und ein Frame-Simulation-Paket verfügbar, andere Softwarepakete sollen folgen. Das Radcom-Produkt wird ebenfalls über Telonik vertrieben.

Weite Bereiche der Datenkommunikation deckt die RAD Data Communications mit ihren Produkten ab. Die Modems, Multiplexer etc. der RAD-Tochter sind in Deutschland über die Wetronic Automation GmbH, München, erhältlich, die auch die Multiprotokoll-Gateways von Radlinx vertreibt. IBM-zugelassene Data Connectors werden bei RIT gefertigt und sind in Deutschland über die Kabeltechnik Dietz GmbH, München, erhältlich. RAN schließlich hat sich auf Macintosh-Connectivity Produkte spezialisiert.

Die 1992 neu gegründeten Töchter Radway, Armon Networking, Lannair und Radvision sind auf den Gebieten High-Speed-I/O-Kommunication, Integration von Analyzern und Netzwerk-Management, drahtlose Datenübertragung sowie Videokonferenzen tätig. Für die Zukunft sind weitere Firmengründugen vorstellbar. "Wenn sich neue Märkte oder neue Techniken auftun, werden wir weitere Firmen gründen", so Zohar Zisapel, Firmengründer und CEO der RAD-Gruppe, zur möglichen Entwicklung von RAD. Für einen Teil der Unternehmen sucht die RAD-Gruppe noch geeignete Distributoren.