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14.06.1991 - 

Experten raten vom Kauf strategischen Netz-Equipments ab

Networking: Übernahmepolitik der Großen verändert den Markt

FRAMINGHAM (IDG) - Amerikanische Marktbeobachter rechnen im Network-Equipment-Markt innerhalb der nächsten 18 Monate mit dramatischen Veränderungen. Grund: Durch Fusionen und Übernahmen wird nur eine Handvoll Anbieter übrigbleiben, die das große Geschäft mit der LAN- und WAN-Integration macht. Deshalb der Rat: User sollten strategische Entscheidungen vorerst hintanstellen.

Jim Harrison, Direktor des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Meta Group in Westport, rät - wie andere amerikanische Marktbeobachter auch -, beim Kauf von Netzwerkprodukten vorsichtig zu sein und strategische Investitionen auf diesem Gebiet bis Ende 1992 zu vermeiden. Nach Ansicht der Insider deuten erste Akquisitionen und Fusionen darauf hin, daß sich die Großen der Branche das Know-how kleinerer Unternehmen einverleiben.

Als erste Beispiele für diesen Trend führt Harrison die Übernahme von NCR durch AT&T, Infotron Systems durch Gandalf Technologies, Vitalink Communications durch Network Systems sowie den Kauf von Fibermux durch ADC Telecommunications an. Alle diese Unternehmen, so der Marktforscher, seien im Internetworking-Geschäft angesiedelt, und die Übernahmepolitik wertet er als Indiz dafür, daß kleine und finanziell angeschlagene Hersteller aufgekauft werden.

Auf der Wunschliste vieler Unternehmen könnten Harrison zufolge auch Timeplex, Network Equipment Technologies, Chipcom oder Xyplex stellvertretend für Bridge-, Router-, Terminalserver- und Internetworking-Hersteller stehen. Insbesondere die führenden Anbieter von intelligenten Hubs oder Systemproduzenten wie IBM und DEC bezeichnen die Insider als potentielle Käufer.

Für Harrison ist diese Entwicklung ein Zeichen der Zeit. Multiplexer, Vermittlungstechnik, Router und andere Netztechnik sind, so der Experte, zu Selbstverständlichkeiten im Networking geworden, die geradezu nach Konsolidierung rufen. Nach technischen und ökonomischen Allianzen seien jetzt auch Fusionen und Übernahmen die logische Folge. Harrison: "Der Kunde will vom Hersteller die Produktpalette aus einer Hand, das heißt, er möchte modulare, unternehmensübergreifende Netzknoten, die LANs, Bridging und Routing sowie Networking und WAN-Management unter einem Netz-Management-System integrieren."

Hinter dieser Forderung verbirgt sich allerdings auch die Gefahr für den Anwender. Eben weil diese Integration unter einem Dach von den Entwicklern zum Teil erst noch geleistet werden muß, wird sich das Produktangebot in nächster Zeit wandeln und unberechenbar sein. Daher empfehlen Beratungsunternehmen wie die Meta Group oder Ernst & Young Anwendern, die die kommende Generation von Netzwerk-Plattformen integrieren wollen, mit Investitionen noch zu warten, bis die Entwicklung abgeschlossen ist.