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13.10.2009

Netzagentur/Kurth verteidigt Modalitäten bei Frequenzvergabe

BONN (Dow Jones)--Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, hat die geplanten Regeln bei der anstehenden Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen im kommenden Jahr verteidigt. Das Verfahren sei offen, transparent und nicht diskriminierend, sagte Kurth am Dienstag in Bonn. Am Vortag hatte bereits der Beirat des Regulierers die Pläne einstimmig gebilligt.

BONN (Dow Jones)--Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, hat die geplanten Regeln bei der anstehenden Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen im kommenden Jahr verteidigt. Das Verfahren sei offen, transparent und nicht diskriminierend, sagte Kurth am Dienstag in Bonn. Am Vortag hatte bereits der Beirat des Regulierers die Pläne einstimmig gebilligt.

Dies sei nicht "so selbstverständlich" gewesen, da es bis zuletzt Kritik von verschiedenen Seiten gegeben habe, sagte Kurth. So sind die beiden kleineren Mobilfunkanbieter E-Plus und O2 der Auffassung, dass sie durch die Modalitäten der geplanten Auktion gegenüber T-Mobile und Vodafone benachteiligt werden.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte am Freitag zudem berichtet, die zuständige EU-Kommissarin für Telekommunikation, Viviane Reding, bezweifele, dass die Auktionsregeln mit EU-Recht vereinbar seien. Der Beirat der Netzagentur wies die mutmaßliche Einmischung von Brüssel am Montag zurück.

"Wir setzen beim Mobilfunk weiter auf Wettbewerb, entgegen anders lautender Behauptungen", sagte Kurth am Dienstag.

Die Netzagentur will im zweiten Quartal 2010 Frequenzen in den Bereichen 800 Megahertz (MHz), 1,8 Gigahertz (GHz), 2 GHz sowie 2,6 GHz versteigern. Besondere Relevanz haben dabei die Frequenzen im 800-MHz-Bereich, da sie eine höhere Reichweite ermöglichen. Sie sind durch die Digitalisierung im Rundfunk frei geworden - daher auch die Bezeichnung "Digitale Dividende".

Die Konzerne sollen die Frequenzen im 800-MHz-Bereich dazu nutzen, ländliche Gebiete mit mobilen Internetzugängen zu versorgen - gemäß der Breitbandinitiative der Bundesregierung, laut der bis spätestens Ende 2010 die bislang nicht versorgten Gebiete mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen abgedeckt sein sollen.

Die 800-MHz-Frequenzen sollen in sechs Blöcken à zwei mal fünf MHz vergeben werden, wobei es hier je nach Bieter Einschränkungen geben soll. So dürfen die beiden D-Netz-Betreiber T-Mobile und Vodafone nach diesen Plänen für jeweils zwei Blöcke bieten, die beiden E-Netzbetreiber E-Plus und O2 für je drei.

Begründet wurde dies damit, dass sowohl T-Mobile als auch Vodafone bereits über mehr Frequenzen im 900-MHz-Bereich verfügen als die beiden kleineren Konkurrenten. Letztere fühlen sich trotz der unterschiedlichen Beschränkungen benachteiligt und haben die Pläne scharf kritisiert.

Kurth sagte am Dienstag, es sei "völlig falsch", dass die beiden großen Anbieter durch die Bedingungen der Auktion bevorteilt würden. "Das Ergebnis der Vergabe steht noch nicht fest" und sei auch nicht vorhersehbar. Neben den vier genannten Mobilfunkanbietern gebe es weitere Interessenten, so Kurth.

Webseite: www.bundesnetzagentur.de - Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107, philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/kla Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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