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16.06.1995

Netzgebuehren/Guenstige Gebuehren fuer Fax- und Datenkommunikation Mobilfunk: Keine Angst vor dem Tarifdschungel der Dienstleister

Die grosse Zahl von Diensteanbietern im Mobilfunk hat zu einer kaum zu durchschauenden Tarifflut gefuehrt. Bei der Pruefung der Angebote sind drei Groessen von elementarer Bedeutung: Die monatlichen Grundgebuehren, die Tarife fuer eine Gespraechsminute sowie die Laufzeit des Vertrages. Mathias Plica* skizziert in seinem Beitrag die Struktur des Mobilfunkmarktes sowie sein Tarifgefuege.

Einen Preissturz versprach die Werbung von Mannesmann Mobilfunk zum 1. Mai 1995 fuer die D2-Mobiltelefonierer und rueckte damit endlich einmal die Tarife in den Mittelpunkt des Interesses. Denn waehrend der Preisverfall von Handys im Markt schon allseits bekannt ist, herrscht hinsichtlich der Tarife nach wie vor Konfusion. Die Mobiltelefonie blieb waehrend der letzten Jahre teuer, und tatsaechlich haben die Netzbetreiber DeTeMobil und Mannesmann Mobilfunk ihre Netzgebuehren seit dem Start im Sommer 1992 nahezu konstant gehalten. Der Mobilfunk-Boom wurde vor allem von den rapide sinkenden Geraetepreisen getragen, ein Resultat des harten Wettbewerbs zwischen den Netzbetreibern und einer ganzen Anzahl neuer privater Telefongesellschaften - den Service Providern.

Waehrend aber bei den Geraetepreisen jeder Anbieter im Markt seinen eigenen Preis bestimmen kann - und sei es durch Zuzahlung fuer neue Kunden, um die eigene Teilnehmerzahl nach oben zu treiben - ist dies bei den Netzgebuehren nicht der Fall. Die DeTeMobil der Deutschen Telekom AG mit ihrem analogen C-Netz und dem digitalen D1-Netz sowie Mannesmann Mobilfunk mit seinem ebenfalls digitalen D2-Netz beherrschen heute noch den Markt. Der dritte Netzbetreiber im Bunde, e-plus Mobilfunk, befindet sich noch in der Ausbauphase und konnte den beiden Grossen trotz geschickter Marketing-Massnahmen nur leichte Nadelstiche versetzen.

Mondscheintarife sollen Kunden locken

Wenn zwei Unternehmen sich aber einen kraeftig wachsenden Markt teilen und dabei schon nach kurzer Zeit deutliche Erloese erzielen, besteht fuer sie natuerlich kein Anlass zu Preissenkungen. Deshalb entpuppte sich auch der angekuendigte Preissturz der beiden D-Netz- Betreiber eher als ein zusaetzlicher Nebenzeitentarif - also ein Nacht- und Wochenendtarif. Diese sind zwar fuer den privaten Anwender lukrativ, geben den beiden Netzbetreibern aber die Moeglichkeit, kraeftiger abzukassieren denn je.

Was kostet nun aber mobile Kommunikation fuer den Endverbraucher, und woran verdient welcher Anbieter? Der neue Wettbewerb hat in diesem Markt Strukturen geschaffen, die erklaerungsbeduerftig sind und den Verbraucher oft hilflos vor einem Berg von Angeboten stehenlassen. Ein Blick auf die Marktstruktur ist also unumgaenglich.

Es wurde eingangs bereits erwaehnt, dass zunaechst drei Unternehmen die klassische Mobiltelefonie anbieten, da sie ueber die Lizenz fuer den Betrieb eigener Mobilfunknetze verfuegen. Dies sind die beiden genannten grossen Netzbetreiber DeTeMobil und Mannesmann Mobilfunk mit heute ueber zwei Millionen Teilnehmern in den D1- und D2-Netzen sowie nochmal rund 700 000 Teilnehmern im aelteren C-Netz der DeTeMobil. Dritter im Bunde ist der heute noch relativ kleine Netzbetreiber e-plus Mobilfunk. Die drei genannten Unternehmen betreiben insgesamt also vier Netze, die vor allem der klassischen mobilen Sprachkommunikation dienen, aber auch Daten-, Fax- und Kurznachrichtendienste zur Verfuegung stellen.

Darueber hinaus gibt es noch andere Mobilfunkdienste, die sich auf spezielle Anwendungen konzentrieren: Zum Beispiel die ausschliesslichen Datenfunkanbieter (DeTeMobil Modacom und demnaechst den privaten Wettbewerber GfD - Gesellschaft fuer Datenfunk); ausserdem Funkrufanbieter (DeTeMobil Cityruf und Scall; Omniport und bald auch die zwei privaten Wettbewerber Miniruf und DFR) und die regionalen Buendelfunkbetreiber, die dem alten Betriebsfunk nachfolgen.

Betrachten wir zunaechst die Gebuehren der Netzbetreiber von D1, D2 und e-plus. Um von den unuebersichtlichen, weit verbreiteten Tabellenwerken wegzukommen, sollen hier nur die Tarife gezeigt werden, die bisher und auch in der naeheren Zukunft Geltung haben. Dies sind die Gebuehren fuer geschaeftliche Nutzer vom kleinen bis zum Big Business, die alle eines gemeinsam haben: naemlich den Kommunikationsbedarf zu den Hauptverkehrszeiten am Tage. Dazu gehoeren auch die heute im Mobilfunk aktiven Privatnutzer, die mit Sicherheit noch den oberen Einkommensgruppen zuzuordnen sind und ebenfalls nicht auf die mobile Telefonie am Tag verzichten wollen. Wenn wir also einmal diese wirklich relevanten Nutzungsdaten fuer Telefonie in der Hauptzeit heranziehen, ergibt sich derzeit folgendes Bild bei den Verbrauchertarifen:

Kerntarife und Durchschnittskosten (Tabelle 1):

Bei genauer Betrachtung wird deutlich: Bei durchschnittlich 85 Minuten mobiler Telefonie im Monat, die vom Verband der Anbieter von Mobilfunkdiensten VAM 1994 ermittelt wurde, ergeben sich Monatsrechnungen in Hoehe von 160 bis 190 Mark. Das ist auf jeden Fall also noch erheblich mehr als die durchschnittliche Festnetzrechnung bei der Telekom und eine Summe, die manchem der so vielbeschworenen Privatkunden noch zu teuer sein wird.

Mobiles Telefonieren ist weiterhin teuer

Wer da auf die Privattarife hofft, dem sei gesagt, dass zwar die monatlichen Grundkosten sinken, aber jeden Tag im Monat nur 1,5 Minuten zur Hauptverkehrszeit vorausgesetzt, auch Gebuehren zwischen 130 und 150 Mark erreicht werden. Die Folge: Mobil zu telefonieren kostet auch weiterhin viel Geld.

Die Tarifvielfalt wird nicht nur durch die Existenz der Netzbetreiber gesteigert, sondern vor allem durch die Einfuehrung der sogenannten Diensteanbieter - auch Service-Provider genannt. Dies sind private Telefongesellschaften ohne eigenes Netz, die auf eigene Rechnung Kunden sammeln und Mobiltelefonie sowie weitere Dienste im Umfeld des Mobilfunks anbieten. Der Kunde hat hierbei nur Kontakt zu seinem Service-Provider. Letzterer kauft die Gespraechszeiten, die der Kunde auf den Netzen von D1, D2 oder e-plus nutzt, von den Netzbetreibern ein.

Der Service-Provider ist also zunaechst ein reiner Vermittler und Vermarkter von Gespraechszeit (Airtime). Boese Zungen sehen daher in den Service-Providern sogar nur Vertriebsfirmen, die ueber die verschiedensten Distributionskanaele Kunden fuer den Mobilfunk akquirieren. Profilieren koennen sich diese Unternehmen jedoch durch exzellenten Service, durch intelligente Zusatz- und Mehrwertdienste und durch eine moeglichst persoenliche Kundenbetreuung, die den grossen Netzbetreibern unter Umstaenden schwerer faellt.

Derzeit sind im deutschen Markt folgende Service-Provider aktiv:

- Debitel mit Bosch Telecom Services,

- Talkline mit Dekraphone, Dekratel, Ford Mobitel und Unicom,

- Martin Dawes mit Axicon und Proficom,

- Mobilcom,

- Hutchison,

- Motorola Telco,

- TMG D-Plus,

- Drillisch D2 Privat

- Alphatel und

- der Service-Provider von e-plus Mobilfunk, e-plus Service.

Diese Unternehmen haben von den Netzbetreibern per Lizenz das Recht auf Kundenakquisition und -betreuung zugesprochen bekommen und erhalten fuer die vermittelten Dienste einen Rabatt, der zwischen 18 und 20 Prozent der normalen Endabnehmerpreise liegt. Von dieser Handelsmarge muessen die Service-Provider leben.

Auch bei den Service-Providern bewegen sich die Tarife in den oben genannten Groessenordnungen: Dies ist naheliegend, da sie nicht unter dem Einstandspreis anbieten koennen und ihre Marge extrem knapp bemessen ist. Sie reicht in vielen Faellen heute noch nicht einmal fuer die Deckung aller Kosten der Service-Provider aus. Der harte Wettbewerb um Endkunden sorgt zudem dafuer, dass kaum teurere Tarife angeboten werden.

Dennoch steht der Endverbraucher aufgrund der vielen verschiedenen Tarifbezeichnungen und -formen vor einem fast unentwirrbaren Knaeuel von Angeboten, die jedoch stets nur die Kombination von zwei, maximal drei Elementen beinhalten: Zum einen die monatlichen Grundkosten, zum zweiten die Gespraechspreise pro Minute und zum dritten die Mindestlaufzeit der Vertraege. Diese drei Elemente bestimmen im Kern die Dutzende von Tarifvarianten der Diensteanbieter. Per saldo bleiben die Groessenordnungen der Kosten fuer den Endverbraucher jedoch stets vergleichbar.

Eine Besonderheit stellen lediglich die netzinternen Tarife dar, womit die Anbieter zusaetzliche Kunden gewinnen wollen: Wer also zum Beispiel zwischen zwei D1-Anschluessen telefoniert, erhaelt stark ermaessigte Gebuehren. In diesen Faellen erreicht die Mobiltelefonie teilweise ein Preisniveau, das zumindest bei Ferngespraechen unterhalb der Festnetzkosten der Telekom liegt. Interessant ist dies vor allem fuer kleine, informelle Nutzergruppen in Firmen oder auch fuer Familienmitglieder; erhebliche Ersparnisse koennen hier erzielt werden. Die netzinternen Tarife der Netzbetreiber im Business-Tarif (aehnliches wird auch von einigen Service-Providern angeboten) sind Tabelle 2 zu entnehmen.

Wer nur erreichbar sein will, kann natuerlich die Fixkosten durch die neu offerierten Privattarife reduzieren, die geringe monatliche Grundkosten, aber hohe Minutenpreise fuer die Hauptverkehrszeiten vorsehen. Der Nutzer muss sich in diesem Falle aber auch darueber im klaren sein, dass die Kosten erheblich steigen, wenn doch mal - die Versuchung ist gross - tagsueber zu Hauptverkehrszeiten telefoniert wird. Fast zwei Mark pro Minute schlagen dann zu Buche.

Was kosten die Non-voice-Dienste, also Fax- und Datenuebermittlung ueber die Mobilfunknetze. Vereinfacht gesagt, veraendern sich lediglich die monatlichen Grundkosten: Die Nutzung der Netze fuer Fax- und Datentransfer wird wie der reine Sprachdienst nach Zeiteinheiten gemessen - nicht nach Datenmengen. Es kommen auch dieselben Tarife zur Anwendung wie fuer den Sprachdienst. Der Anwender muss lediglich fuer Fax und Daten je eine gesonderte Nummer beantragen und zahlt hierfuer die in Tabelle 3 genannten Monatsgebuehren (auch bei den Service-Providern finden sich wieder aehnliche oder gar die gleichen Tarife).

Als Besonderheit ist zu registrieren, dass bei einigen Anbietern eine gesonderte Nummer dann nicht notwendig ist, wenn nur vom Mobilfunkgeraet abgehend gesendet wird. In diesem Fall entstehen auch keine Zusatzkosten. Trotz der relativ niedrigen Gebuehren fuer die Fax- und Datendienste darf jedoch nicht uebersehen werden, dass die dazu notwendige Hardware derzeit weder guenstig noch anwenderfreundlich ist. Es bedarf hier noch einiger Entwicklung, bis fuer den breiten Markt zumutbare Loesungen gefunden sind.

An dieser Stelle sollte auch ein Blick auf die anderen Dienste geworfen werden, die Datentransfer in der einen oder anderen Form zulassen. Fuer die simpelste Form kommen hier zunaechst die Paging- oder Funkrufdienste in Frage, wie sie derzeit von der DeTeMobil zum einen im Rahmen des anspruchsvolleren Cityruf-Dienstes angeboten werden, zum anderen mit dem Consumer-Produkt Scall.

Waehrend Scall den Versand von einigen Dutzend numerischen Zeichen ("Zahlen") zu einem Pauschalpreis von rund 1,50 Mark pro Sendung und ohne monatliche Grundkosten in einem regional eng begrenztem Raum zulaesst, bietet Cityruf auch bundesweit den Versand von Zahlen und Saetzen, also auch von ganzen Textmitteilungen. Die Kosten bei Cityruf liegen zum Beispiel fuer den anspruchsvollsten alphanumerischen Dienst, der den Versand von kurzen Texten erlaubt, bei monatlich 45 Mark.

Fuer jede aufgegebene Nachricht gelten die normalen Telekom-Tarife (eine Einheit zu 50 Sekunden bei Nutzung des Mehrfrequenzwahlsystems oder Datex-J), bei Nutzung des Operators die Weitzonentarife (eine Einheit zu zwoelf Sekunden). Wer also nur ab und zu kurze Meldungen mit einem fest umrissenen Empfaenger- oder Senderkreis kommunizieren moechte, der faehrt mit Funkrufdiensten gut - mit dem Handicap, dass fuer eventuelle Rueckrufe des mobilen Empfaengers ein anderes Medium noetig ist.

Fuer professionelle Anwender mit Bedarf an staendigem Kontakt zu Fuhrparks oder Mitarbeitern im Aussendienst mit einer hohen Frequenz an Sendungen bieten sich auch die reinen Datenfunkdienste der DeTeMobil mit Modacom an (und bald des privaten Wettbewerbers GfD). Dies sind jedoch rein professionelle Dienste mit individuellen Loesungen und Tarifen; Anwender wie der Paketversender UPS machen deutlich, dass hier gewerbliches Projektgeschaeft angesiedelt ist, das eine intensivere Beschaeftigung mit der Materie erfordert.

Unterschaetztes Feature Kurznachrichtendienst

Zurueck zu den klassischen Mobilfunkanbietern D1, D2 und e-plus. In Konkurrenz zu den Funkrufdiensten bieten auch sie noch ein Feature, das fuer so manche Nischenanwendung hoch interessant ist: Short Message Service (SMS) beziehungsweise der Kurznachrichtendienst. Ueber den Organisationskanal der Mobilfunkbetreiber koennen hier per Auftragsdienst kurze Textnachrichten auf das Display der Mobilfunkteilnehmer uebertragen werden - ohne dass Gespraechskosten anfallen.

Bei all den Anbietern im Markt stellt sich die Frage, welche Unternehmen eigentlich von den teuer bezahlten Gebuehren der Endabnehmer profitieren? Setzen wir den Fall voraus, der Kunde hat seinen Mobilfunk-Kartenvertrag mit einem der unabhaengigen Service- Provider geschlossen, weil dieser vom lokal bekannten Funkfachhaendler angeboten wird. Fuer jede Minute, die der Kunde von nun an mobil telefoniert, wird ihm vom Service-Provider zum Monatsende zum Beispiel der Betrag von 1,40 Mark in Rechnung gestellt. Rund 20 Prozent dieses Betrages - also lediglich 0,28 Mark - behaelt der Service-Provider, zirka 80 Prozent (also 1,12 Mark) gehen weiter an den Netzbetreiber, zum Beispiel Mannesmann Mobilfunk. Aber auch der Netzbetreiber behaelt nicht alles, denn er muss einen erheblichen Teil seiner Einnahmen (bis zu 30 Prozent, in unsererm Falle also 0,34 Mark) an die Deutsche Telekom AG fuer die Nutzung von Mietleitungen zwischen den einzelnen Mobilfunk- und Festnetzknoten abfuehren.

Der Netzbetreiber kassiert am meisten

Verdient hat am Ende also vom Gesamtumsatz in Hoehe von 1,40 Mark

- der Service-Provider (zum Beispiel Debitel) 0,28 Mark,

- der Netzbetreiber (zum Beispiel Mannesmann D2) 0,78 Mark und

- die Deutsche Telekom AG 0,34 Mark.

In Einzelfaellen gehen auch noch ein paar Pfennige an den Handel, der die Kunden im Auftrag der Service-Provider oder Netzbetreiber gewonnen hat; dann naemlich, wenn fuer solche Akquisitionen vertraglich ein Umsatzanteil an der Airtime der gewonnenen Kunden vereinbart wurde.

Die Wertschoepfung im Mobilfunk liegt also im Netzbetrieb. Zum einen bei den Netzbetreibern DeTeMobil, Mannesmann und e-plus. Zum anderen natuerlich bei der Deutschen Telekom, deren Festnetzleitungen fuer die Verbindungen zwischen den einzelnen Knotenpunkten der Mobilfunk-Netzbetreiber gemietet werden muessen. Fuer die reinen Diensteanbieter hat sich der Markt entgegen frueherer Prognosen noch nicht zum lukrativen Geschaeft entwickelt.

Schliesslich hat der Gross- und Einzelhandel ebenfalls nur in Ausnahmefaellen gut verdient, und die Zahl der Haendler, die aufgrund der komplexen Marktverhaeltnisse mit Praemien, Boni, Abschlagszahlungen und Zuzahlungen durcheinander kamen und schliesslich aufgeben mussten, kann ueberhaupt nur vermutet werden. Mobilfunk war und ist auch fuer den Handel eine echte Herausforderung zu neuen, anspruchsvollen Business-Konzepten.

Dem Endabnehmer freilich kann die Problematik der Wertschoepfung kalt lassen. Er sollte nur darauf achten, wo der beste Service geboten wird und dass ihm im Tarifwirrwarr kompetent und sachlich geholfen wird. Oft gilt hier mit Blick auf die Tabellenwerke der Anbieter: Weniger ist mehr. Was zu der Empfehlung fuehrt, sich stets einen Ansprechpartner fuer Problemfaelle zu sichern, sei es beim lokalen Handel oder bei einem den Kunden persoenlich ueberzeugenden Anbieter. Denn gerade im Mobilfunk ist die billigste Loesung haeufig nicht die beste, und guter sowie notwendiger Service kostet allemal Geld.

Tabelle 1: Kerntarife und Durchschnittskosten

1)DeTeMobil D1 2)Mannesmann D2 3)e-plus

Pro Monat kostet ein 1)69,00 Mark 2)78,20 Mark 3)59,00 Mark

Anschluss (Business)

In der Hauptzeit kostet 1)1,38 Mark 2)1,29 Mark 3)1,19 Mark

Telefonie (7 bis 20 Uhr)

Monatliche Kosten bei 1)186,30 Mark 2)187,85 Mark 3)160,15 Mark 85 Minuten Telefonie

(statistischer Durchschnittswert)

(alle Preise inklusive Mehrwertsteuer)

Tabelle 2: Netzinterne Tarife

1)Hauptzeit Mark/Min. 2)Nebenzeit Mark/Min.

D1-zu-D1 1)0,69 2)0,39

D2-zu-D2 1)0,69 2)0,39

e-plus-zu-e-plus 1)0,59 2)0,29

Telekom Festnetz 1)0,69 2)0,46

Weitzone

Tabelle 3: Grundkosten fuer Fax- und Datendienste

Mark/Monat (inkl. Mwst.) 1)Fax 2)Daten 3)Fax und Daten

DeTeMobil D1 1)17,25 2)23,00 3)33,35

Mannesmann Mobilfunk D2 1)11,50 2)25,30 3)33,35

e-plus Mobilfunk 1)15,00 2)20,00 3)30,00

*Dipl.-Volkswirt Mathias Plica ist Geschaeftsfuehrer der Plica Marktforschung Analyse, Muenchen.