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21.05.1993 - 

Kommentar

Netzgenie oder ueberfluessiger Speicherfresser?

Der Gedanke, kuenftig im gesamten Netz eine einheitliche Oberflaeche vom kleinsten 286er PC bis hin zum High-end-Server zu haben, ist bestechend. Jedoch stellt sich dem Chronisten die Frage, ob Microsoft wirklich ueber das noetige Know-how verfuegt, um die ehrgeizigen Ankuendigungen in puncto Windows NT Advanced Server auch in der Praxis einzuloesen.

Immerhin hat sich Big Green schon bei der Einfuehrung der kleinen Betriebssysteme MS-DOS 5.0 und 6.0 hinsichtlich Fehlerfreiheit nicht mit Ruhm bekleckert. Und nun: Ein 32-Bit-Betriebssystem, neue Management-Moeglichkeiten und viele weitere Features, alles auf einmal und fehlerfrei? Doch lassen wir uns ueberraschen. Zumindest in den USA ist Microsoft mittlerweile so ehrlich und verkauft offen NT-Betaversionen, anstatt dem Anwender vorzugaukeln, er erwerbe ein ausgereiftes Produkt.

Womit wird die Idee, ein Netz mit einfachen Mausbewegungen zu verwalten, erkauft? Microsofts Handbuecher sprechen von 12 MB Arbeitsspeicher und 66 MB Festplattenplatz allein fuer das Betriebssystem Windows NT Advanced Server auf einem 386er-Rechner mit 25 Megahertz. Und damit laesst sich dann vernueftig arbeiten? Wohl kaum. Erinnern wir uns: Angeblich soll ja Windows 3.1 bereits auf einem 286er mit 1 MB RAM einsetzbar sein. Also ist wohl fuer den Advanced Server eher ein 486er mit 50 Megahertz und 20 MB oder mehr Speicherkapazitaet angebracht, um ein ertraegliches Arbeitstempo zu erreichen.

Zudem stellt sich fuer viele Anwender die grundsaetzliche Frage, ob der Wechsel zu NT wirklich notwendig ist, verspricht doch Novell mit Netware 4.0 und seinen Global Directories aehnliche Features wie Microsofts Domain-Konzept. Allerdings bei bedeutend geringeren Hardware-Anforderungen: Netware gibt sich bereits mit 6 MB zufrieden. hi