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13.04.2001 - 

Mit semantischer Verkehrsanalyse

Netzkontrolle für Service-Provider

MÜNCHEN (CW) - Service-Provider, die ihren Kunden fortschrittliche Dienste anbieten wollen, müssen ihr Netz voll unter Kontrolle haben. Narus Technologies hat eine Lösung entwickelt, die Datenströme analysiert und überwacht, ob vereinbarte Datenservices auch tatsächlich erbracht werden.

Internet-Service-Provider (ISPs) wissen: Heutzutage ist es nicht damit getan, Kunden bloß eine Datenleitung zur Verfügung zu stellen, die ihnen den Zugang zum weltweiten Datennetz und den Netzen ihrer Geschäftspartner ermöglicht. Gefragt sind vielmehr differenzierte Services, für die auch unterschiedliche Preise berechnet werden. Das soll Unternehmen die Möglichkeit geben, sich genau die Leistung auszusuchen, die ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten entspricht.

Darauf hat sich der Anbieter Narus konzentriert. Das Unternehmen hat eine Lösung entwickelt, die Datenströme erfasst, aufzeichnet und auswertet. Damit die Leistungsfähigkeit des Netzes dadurch nicht beeinträchtigt wird, läuft die Lösung auf einer speziellen Hardwareplattform, die das Unternehmen selbst fertigt. Herzstück dieser Network-Appliances ist jedoch eine besondere Software, die nach einem patentierten Verfahren eine semantische Verkehrsanalyse ermöglicht. Alle Internet-Protocol- (IP-)Ströme im Netz werden dabei erkannt und auf ihre Dienstqualität hin untersucht. Nach Angaben von Philippe Gosseye, Marketing Director Europe, Middle East and Africa bei Narus, wird dabei auch berücksichtigt, welche Datentypen via IP-Pakete befördert werde, also welche Anwendungen möglicherweise von Leistungseinbrüchen betroffen sind.

Ergänzend zu den Appliances sind die "Virtual Analyzers" zu sehen. Dabei handelt es sich um Softwareagenten, die auf Netzkomponenten wie Routern, Switches, Gateways, Firewalls oder Proxy-Servern laufen und bestimmte statistische Informationen sammeln. Neben universellen Simple-Network-Management-Protocol-(SNMP-)Agenten gibt es auch Software, die ganz gezielt geräte- oder herstellerspezifische Werte abfragt.

Die eigentliche Analyse aller gesammelten Daten erfolgt dann im "Logic Server", der über eine "System Management Console" bedient wird. Mit Hilfe einer gesonderten Anwendung erfolgt die Auswertung der Informationen. Bis zu 90 verschiedene Berichte bietet die Lösung von Haus aus, Anwender können aber mit einem speziellen Software Developers Kit (SDK) auch eigene Reports definieren.