Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

11.08.1989 - 

Hersteller müssen sich zu offenen Systemen bekennen

Netzmanagement: Europa ´93 löst Boom aus

LONDON (CW) - Für Hersteller von Multivendor-Netzmanagementsystemen brechen goldene Zeiten an. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von Frost & Sullivan, London, in einer Studie, die den westeuropäischen Markt analysiert.

Regelrecht kulminieren wird der europäische Netzmanagement-Markt nach Ansicht von Frost & Sullivan bis zum Jahr 1992. Die Experten prognostizieren den Herstellern ein Umsatzvolumen von 623 Millionen Dollar, das erst 1993 mit 548 Millionen Dollar wieder rückläufig sein wird. Den größten Reibach werden, so die Marktforscher, IBM und DEC mit den Softwarepaketen Netview (IBM) und Enterprise Management (DEC) aufgrund ihrer dominanten Marktstellung machen.

Als Hauptgrund für den wachsenden Bedarf an offenen Managementsystemen weist die Studie den für 1993 geplanten europäischen Binnenmarkt aus. Nach Schätzung von Frost & Sullivan kommen rund 15 000 bis 20 000 Betreiber privater, heterogener Netzwerke in Europa durch den bevorstehenden Binnenmarkt in Zugzwang, eine neue Netzmanagementlösung zu finden, wollen sie nicht auf den Wettbewerbsvorteil der schnellen Datenübertragung verzichten. Die stärksten Wachstumsraten erwarten die Analysten für die Bundesrepublik mit 266 Prozent, dicht gefolgt von Italien (242) und Frankreich (203).

Der Marktanalyse liegen unter anderem die Verkaufszahlen der Hersteller von neun Produkt- und Servicekategorien zugrunde, einschließlich Modems, Low-Speed-Multiplexern, Host-gestützter Software, dedizierten Netzmanagementsystemen und Diensten. Spitzenreiter

mit dem größten Marktanteil von 37 Prozent wird laut Studie Host-gestützte Software sein. Allerdings müssen sich die Hersteller, so Frost & Sullivan, ihren Anteil am Gewinnkuchen durch ein endgültiges Bekenntnis zur offenen, heterogenen Systemwelt erkaufen. Bisher operierten die meisten Anbieter mit einer "Hinhaltetaktik", um die Marktanteile ihrer Proprietary-Lösungen zu sichern und Gewinne möglichst lange abzuschöpfen.