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14.10.1983 - 

Innovationstempo bei technikgestützter Kommunikation immer rasanter:

Netzwerk- Management muß die Zukunft vorwegnehmen

MÜNCHEN (cw) - Planungsfehler bei Kommunikationsnetzen können schon zusätzliche sechsstellige Kommunikationskosten verursachen. Dennoch: Unter dem Druck, wachsende Benutzeranforderungen ad hoc befriedigen zu müssen. versäumen es die Anwender allzu oft, technologische

Weiterentwicklungen in ihrem langfristigen Kommunikationskonzept zu antizipieren. Und obgleich das Innovationstempo immer rasanter wird versucht man, mit Insellösungen von gestern und Technik von heute Probleme von morgen anzugehen. Die Folgen: Nichts paßt!

Für Kommunikationsexperten ist unstrittig: Das individuell richtige Kommunikationsnetz zu errichten, heißt zunächst, die betrieblichen Kommunikationsbeziehungen und -wege systematisch zu analysieren. "Ein Kommunikationskonzept kann nicht auf der, grünen Wiese erstellt werden", postuliert zum Beispiel Dieter Steuer, Tele- und Datenkommunikationsspezialist aus Hannover, "da müssen Informationsflüsse erfaßt und nach Zeit, Menge, Häufigkeit, Prioritäten und Alternativen bewertet werden".

Mit der Analyse des Ist-Zustandes ist es jedoch nicht getan. Ursache gravierender Planungsfehler, die bei entsprechender Größe der Anwendungen auch schon mal einen sechsstelligen Betrag pro Jahr verschlingen, seien häufig Entscheidungen, die lediglich auf der Basis des momentanen Ist getroffen würden, ohne die Dynamik der Anwendungen und der zugehörigen Netze zu berücksichtigen. "Der Anwender", spezifiziert Steuer, "ist gut beraten, wahrscheinliche Ausbaustufen, eventuell auch Reduzierungen am Arbeitsplatz zumindest als Trendfaktor in die Kostenrechnung aufzunehmen".

Wie man zu einem realisierbaren Rahmenkonzept zur Abdeckung der kurz-, mittel- und langfristigen Perspektiven bei der Text- und Datenkommunikation kommt, wird der Hannoveraner Kommunikationsberater als einer von acht Referenden auf dem Informations-Workshop "Communication Management" erläutern, der am 26./27. Oktober 1983 in MÜNCHEN stattfindet.

Entwicklungstrends

Eröffnet wird die Veranstaltung durch den Ex-Ministerialdirektor im Bundespostministerium Dr. Franz Arnold, seit etwa einem Jahr Mitglied der Geschäftsleitung von SCS, Köln, der über "Entwicklungstrends bei den öffentlichen Netzen und ihre Auswirkungen auf die Nutzer referieren wird. Auch Arnold hält die Antizipation der sich abzeichnenden Weiterentwicklungen in einem durchgängigen Gesamtkonzept für unabdingbar: "Nahezu in jedem der kommenden Jahre werden neue Netzdienstleistungen angeboten werden. Für die Anwender, die sich bisher relativ flexibel stets an das aktuellste Angebot der Bundespost anpaßten, wird es wegen der häufig mehrjährigen Vorlauf- und Einführungszeiten bei Inhouse-Netzen wichtig, nicht nur die bereits angebotenen Netzdienstleistungen, sondern auch die von der Bundespost geplanten zu berücksichtigen".

Wie man sich als mittelgroßes Unternehmen auf die technologischen Weiterentwicklungen, insbesondere LANs multifunktionale Arbeitsplätze und Büroautomatisierung, einstellt, ohne bereits heute risikoreiche Investitionen zu tätigen, "dabei aber dennoch das sichere Gefühl ausreichender Flexibilität zu bewahren", wird Dipl. Math. Günter Schorn, Geschäftsführer der Lloyd Datenverarbeitung GmbH, München, erläutern. Schorn, Gesamtverantwortlicher für die EDV-Planung und -Entwickung der Lloyd-Versicherungs-Gruppe, legt bei der stufenweisen Realisierung eines Local Area Networks in seinem Haus Wert darauf, "daß heute nicht die Entwicklungsperspektive von morgen verbaut wird".

Über erste Erfahrungen aus einem realisierten Ethernet-LAN-Projekt wird Dr. Klaus Kinder, Org.-Chef der Deutschen Lufthansa AG, Köln, berichtet.

Sein vorläufiges Fazit: "Das Pilotprojekt hat eindeutig gezeigt, daß das System eine Vielzahl von Bürofunktionen unterstützen kann und daß die Akzeptanz bei Nutzern und Interessenten hoch ist"

Grundsätzliche Empfehlungen für Konzeption und Realisierung eines Local Area Networks gibt Dipl.-Ing. Dieter Steinle, Mit-Autor einer jüngst erschienenen zweibändigen Studie über "Lokale Netzwerke". Der Gäufeldener Tele-Kommunikationsberater wird in seinem Vortrag explizit auf die Bedeutung lokaler Netzwerke für die Inhouse-Kommunikation, auf Systemalternativen, Entwurfsrandbedingungen und die Auswirkungen auf Organisation und Arbeitsablauf eingehen. Abschließend wird eine LAN-Eihführungsstrategie zur Diskussion gestellt.

Veranstalter dieses zweitägigen Informations-Workshops ist CW-CSE die Seminargruppe aus dem Verlag der Computerwoche.

Auskünfte erteilt: Dipl.-Volkswirt Volker Lindemann, CW-CSE Friedrichstr. 31, 8000 München 40, Tel.:089/38 17 20.