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20.01.1978 - 

Anwenderbericht: Bank für Gemeinwirtschaft, Frankfurt

Netzwerk-Zentrale läßt der Filiale die Verantwortung

20.01.1978

FRANKFURT (de) - Neue DV-Konzepte in der Kreditwirtschaft stellen den Kunden in den Mittelpunkt: Die traditionelle Stapelverarbeitung wird verdrängt durch dialog-orientierte Verfahren, die schnelle Hilfen in Beratungssituationen bieten. Großbanken und Regionalinstitute haben dabei zu entscheiden, ob die für den Online-Betrieb erforderlichen Rechenkapazitäten zentral oder dezentral bereitgestellt werden sollen. Die Bank für Gemeinwirtschaft (BfG) wählte den Mittelweg: Zentrale Verarbeitung bei dezentraler Verantwortung.

Die BfG unterhält überall in der Bundesrepublik Geschäftsstellen. Für rund 700 000 Kunden sind 200 000 Geschäftskonten, 300 000 Privatkonten und 500 000 Sparkonten zu führen. Voraussetzung für den Aufbau eines Online-Systems ist daher ein DFÜ-Netz, das alle BfG-Geschäftsstellen mit dem zentralen Rechenzentrum in Niedereschbach bei Frankfurt verbindet.

Zwei Forderungen bestimmten die Architektur des Netzwerkes: Optimierung der DFÜ-Kosten und Flexibilität bei der Gestaltung DV-technischer Abläufe "vor Ort".

Das Übertragungsnetzwerk ist konzeptionell in die drei hierarchischen Ebenen "Zentralsystem", "Konzentratoren" und "Datenendgeräte" gegliedert. Auf jeder Stufe kommen Rechner zum Einsatz, die neben der Datenverarbeitung auch die Netzwerk-Steuerung übernehmen.

Als Zentralsystem fungiert eine Doppelprozessor-Anlage 66/60 von Honeywell Bull. Für die Verwaltung der Nachrichten sind zwei Vorschaltrechner vom Typ "Datanet 6600" im Einsatz, so daß bei Ausfall eines Front-End-Rechners alle Datenübertragungsleitungen umgeschaltet werden können. In der Endausbaustufe sollen zehn bis zwölf Konzentratoren etwa 300 Dialogstationen bedienen.

Neben der rein nachrichtentechnischen Funktionen erfüllen die Datanets auch anwendugsbezogene Aufgaben: Sie speichern die in kleineren BfG Niederlassungen erfaßten Daten und veranlassen die Übertragung zum Hostrechner, ohne daß Operatorhilfe notwendig ist.

Nach mehrmonatigem Testbetrieb in kleineren Zweigstellen arbeitet die Frankfurter Niederlassung der Bank für Gemeinwirtschaft nunmehr voll mit dem neuen Verfahren. Bis 1979 sollen alle Niederlassungen und Zweigstellen der BfG an das Netzwerk angeschlossen sein.